Hausordnung

für Schüler/innen und Lehrer/innen des Dürer-Gymnasiums Nürnberg

Warum eine Hausordnung?

Wo viele Menschen zusammen leben und arbeiten, kann nicht jeder tun, was er will, sondern es muss Regeln geben, die dieses Zusammenleben erleichtern und eigentlich erst möglich machen. Auch eine Schule braucht eine solche Ordnung. Diese besteht aus verschiedenen „Spielregeln“, zu denen leider auch notwendige Verbote gehören. Und schon vom „Mensch-ärgere-dich-nicht“ wissen wir: Wer sich nicht an die Spielregeln hält, den lässt man nicht mehr mitspielen. Und wie beim Spiel spiegeln die Regeln das Ziel unseres Handelns, und sagen uns, was wir tun müssen, um zu „gewinnen“, und was wir nicht tun dürfen.

1. Es ist z. B. erlaubt und erwünscht,

  • sich im Dürer-Gymnasium wohl zu fühlen und sich mit ihm zu identifizieren,
  • sich auch nach dem Unterricht auf dem Schulgelände aufzuhalten und die Einrichtungen der Schule zu nutzen,
  • die Klassenzimmer individuell schön zu gestalten,
  • sich in allen Bereichen (Schülergremien, Wahlkurse, Theater, Musik u. a.) zu engagieren,
  • seine Mitschüler/innen und seine Lehrer/innen zu respektieren, in ihrer Persönlichkeit zu achten und anderen gegenüber höflich zu sein.

2. 1 Es ist nicht erlaubt, weil es gefährlich ist,

  • auf dem Steingeländer der Freitreppe vor dem Haupteingang zu sitzen,
  • sich auf die Mauern im Treppenhaus zu setzen oder die Geländer herunterzurutschen.
  • sich in den Klassenzimmern auf die Fensterbänke zu setzen oder sich aus dem Fenster zu lehnen,
  • in den Gängen zu rennen,
  • Sportgeräte ohne Beaufsichtigung durch eine Lehrkraft zu benutzen,
  • auf dem Schulgelände Rollschuhe, Inlineskates, Skateboards, Kickboards, Einräder, Schuhrollen und Ähnliches zu benutzen (dieses Verbot gilt auch für die Gehwege rund um die Schule morgens vor Unterrichtsbeginn und mittags nach Unterrichtsschluss),
  • im Pausenhof und in den Gängen mit Tennisbällen bzw. Fußbällen zu spielen (erlaubt sind Soft-Bälle im Schulhof!), gefährliche Gegenstände (wie z. B. Laser-Pointer, Waffen u. ä.) in die Schule mitzubringen. Solche Gegenstände werden den Schüler/innen unverzüglich abgenommen und sichergestellt. Zudem droht eine Ordnungsmaßnahme.

2. 2 Es ist nicht erlaubt, weil es den Unterrichtsbetrieb beeinträchtigt oder dem pädagogischen Auftrag der Schule widerspricht,

  • auf dem Schulgelände und in den Bereichen rund um die Schule zu rauchen.
    Ausnahme: Raucherbereich für Schüler der Oberstufe außerhalb des Schulhoftors!
  • Gegenstände in die Schule mitzubringen, die den Unterricht oder die Ordnung der Schule stören oder stören können sowie elektronische Speichermedien wie Mobiltelefone, MP3-Player u. ä. auf dem Schulgelände betriebsbereit zu halten bzw. zu benutzen. Bei Zuwiderhandlungen wird in der Regel eine Ordnungsmaßnahme erteilt.
  • während der Unterrichtsstunden im Klassenzimmer zu essen oder Kaugummi zu kauen (Getränke dürfen nur mit Genehmigung der jeweiligen Lehrkraft konsumiert werden).
  • Feuerlöscher und Feuermeldeeinrichtungen zu missbrauchen oder zu beschädigen. Die Schule muss dies ahnden und Schadenersatz fordern.

3. Vor Unterrichtsbeginn ist Folgendes zu beachten:

  • Erst ab dem 1. Läuten (um 07.35 Uhr) dürfen sich die Schüler/innen zu den Klassenzimmern in den oberen Stockwerken begeben. Vorher können sie sich im Hof und im Erdgeschoss aufhalten. Auch ein Aufsuchen des Sekretariats ist vor 07.35 nicht möglich.
  • Nach dem 2. Läuten (um 07.40 Uhr) begeben sich die Schüler/innen in ihr Klassenzimmer. Sie sollen dann nicht mehr in den Gängen herumstehen.
  • Nach dem 3. Läuten (07.45 Uhr) beginnt der Unterricht. Wenn ein Schüler oder eine Schülerin nach diesem Zeitpunkt erscheint, muss er oder sie sich zunächst im Sekretariat melden und erhält dort eine Bescheinigung (den so genannten Blauschein), die er oder sie anschließend dem Fachlehrer der Stunde aushändigt. Wer sich mehr als 30 Minuten verspätet, braucht zusätzlich eine von den Erziehungsberechtigten unterschriebene Entschuldigung.
  • Schüler/innen, deren Unterricht nicht um 07.45 Uhr beginnt, etwa weil die 1. Stunde ausfällt, müssen sich im Hof, bei schlechtem Wetter im Erdgeschoss oder im Mensabereich aufhalten, da das Warten in den Gängen oder im Klassenzimmer den Unterricht anderer Klassen stört.
  • Sollte eine Lehrkraft ca. 5 Minuten nach Unterrichtsbeginn noch nicht im Unterrichtsraum eingetroffen sein, so müssen die Klassensprecher/innen oder Kurssprecher/innen das Sekretariat davon benachrichtigen. Die Klasse wird gebeten, sich mit Rücksicht auf schon begonnenen Unterricht in anderen Klassen ruhig zu verhalten und die Türe geschlossen zu lassen.

4. In den Pausen und in Zwischenstunden ist zu beachten:

  • In den Pausen müssen die Unterrichtsräume verlassen werden. Grundsätzlich müssen sich alle Schüler/innen in den Hof begeben. Bei Regenwetter oder Schnee- und Eisglätte müssen bzw. dürfen die Schüler/innen den Hof nicht aufsuchen (zweimaliges Läuten!). Sie dürfen sich dann in den Gängen des Erdgeschosses (nicht vor den Chemiesälen) aufhalten. Der Aufenthalt 1., 2. und 3. Stock, im Keller und in den Treppenhäusern ist nicht gestattet.
  • Schüler/innen, die nach der Pause in einem höher gelegenen Stockwerk Unterricht haben, dürfen ihre Schultaschen erst nach der Pause mit nach oben nehmen.
    Schüler/innen, die nach der Pause in einem tiefer gelegenen Stockwerk Unterricht haben, nehmen ihre Schultasche vor der Pause mit nach unten.
    Es gilt also eine Einbahnregelung von oben nach unten.
  • Während der Pausen sollten nur die Toiletten im Erdgeschoss benutzt werden.
  • In den Pausen dürfen Schüler/innen der Jahrgangsstufen 5-9 das Schulgelände grundsätzlich nicht verlassen. Verstöße werden mit Schulstrafen geahndet.
  • Schüler/innen ab der 10. Klasse dürfen das Schulgelände während der unterrichtsfreien Zeit (also auch in den Pausen) verlassen.
  • Der Aufenthalt im Pausenhof ist überall gestattet, außer in der Hofeinfahrt und auf den für Zweiräder reservierten Abstellflächen.
  • Die Klassenzimmer sollen während der Pausen gelüftet werden.
  • Nach dem 1. Läuten am Ende der Pausen (5 Minuten vor Pausenende) sollen die Schüler/innen in die Unterrichtsräume gehen und sich nicht mehr im Gang aufhalten.
  • Damit der Unterricht pünktlich beginnen kann, sollen die Schüler/innen nach dem 1. Läuten den Pausenverkauf verlassen. Wer sich nach der Pause verspätet, muss zuerst ins Sekretariat und wird dort notiert, danach muss er unverzüglich in den Unterricht.
  • Lehrer können im Lehrerzimmer in der 2. Pause und in der zweiten Hälfte der Mittagspause erreicht werden, in der 1. Pause bzw. der ersten Hälfte der Mittagspause ist der Gang gesperrt.
  • In den Jahrgangsstufen 5 – 9 werden ausfallende Stunden grundsätzlich vertreten. Für diese Klassen gibt es also keine „Freistunden“.

5. Bei Unterrichtsschluss ist zu beachten:

  • Die Räume sind nach Unterrichtsschluss in einem ordentlichen Zustand zu verlassen. Das heißt, dass sich die Tische auf ihrem angestammten Platz befinden und die Stühle auf den Tischen stehen. Ist dies nicht der Fall, dürfen die Reinigungskräfte laut Vertrag eine Reinigung des Klassenzimmers unterlassen. Regelmäßig müssen auch die Tischablagen (soweit vorhanden) gesäubert werden. Die Fenster sind geschlossen, die Vorhänge zurückgezogen, die Lichter gelöscht, die Overhead-Projektoren aufgeräumt, die Tafel ist geputzt und das Klassenzimmer ist abgeschlossen.
    Für all dies muss die Fachlehrkraft der jeweils letzten Stunde sorgen.
  • Kleidungsstücke oder Bücher sollen nicht im Klassenzimmer zurückgelassen werden, da am Nachmittag eventuell andere Lerngruppen den Raum benützen könnten.

6. Was passiert mit dem Klassenbuch?

  • Das Klassenbuch wird von der jeweiligen Fachlehrkraft oder vom Klassenbuchführer bzw. von der Klassenbuchführerin vor Unterrichtsbeginn im Sekretariat abgeholt und nach Unterrichtsschluss dorthin zurückgebracht, keinesfalls aus Bequemlichkeit mit nach Hause genommen.
    Der Fachlehrer/die Fachlehrerin der 1. Unterrichtstunde überprüft die Anwesenheit und trägt die fehlenden Schüler/innen ins Klassenbuch ein.
  • Wenn Schüler/innen zum Unterrichtsbeginn nicht erschienen sind, muss die Lehrkraft dies spätestens zu Beginn der darauf folgenden Unterrichtsstunde im Sekretariat melden, damit kontrolliert werden kann, ob eine Entschuldigung der Eltern vorliegt.

7. Wo stelle ich mein Fahrzeug ab?

  • Das Abstellen von Fahrrädern auf dem Gehsteig rund um die Schule sowie auf und vor den Kellerschächten in der Reutersbrunnenstraße (Fluchtwege!) ist untersagt. Zuwiderhandlungen werden verfolgt.
  • Auf dem Schulgelände dürfen Motor- und Fahrräder nur auf den dafür vorgesehenen Plätzen abgestellt werden.
  • Weil Schüler/innen gefährdet werden könnten, müssen Zweiradfahrer am Hoftor absteigen und ihre Fahrzeuge schieben.
  • Alle Fahrzeuge (auch Fahrräder), die auf dem Schulgelände abgestellt werden, sind weder gegen Beschädigungen noch gegen Diebstahl versichert. Da es immer wieder zu Beschädigungen oder Diebstählen kommt, wird jeder gebeten, Personen, die sich verdächtig machen, sofort dem Hausmeister oder dem Direktorat zu melden.

8. Woran muss man sonst noch denken?

  • Das Dürer-Gymnasium verfügt über eine teure, zeitgemäße technische Ausstattung. Deshalb ist es unerlässlich, besondere Rücksicht im Umgang mit Computern und anderen Geräten walten zu lassen.
  • Jede Klasse muss einen Ordnungsdienst stellen, der am Ende jeder Unterrichtsstunde die Tafel säubert. Der Tafellappen soll am Ende der Woche beim Hausmeister abgegeben und gegen einen frischen eingetauscht werden.
  • Schüler/innen, die sich während der Unterrichtszeit wegen einer plötzlichen Erkrankung oder aus anderen nicht vorhersehbaren Gründen aus dem Unterricht befreien lassen wollen, müssen sich an ein Mitglied des Direktorats (Kollegiaten auch an die Kollegstufenbetreuer) wenden. Es gilt ggf. die Attestpflicht. Befreiungsscheine gibt es im Sekretariat. Bei nicht volljährigen Schülern/innen werden vor einer Befreiung die Erziehungsberechtigten verständigt.
    Keinesfalls dürfen Schüler/innen sich ohne eine solche Befreiung auf eigene Faust aus dem Unterricht oder gar dem Schulhaus entfernen!
  • WICHTIG: Ist die Abwesenheit vom Unterricht absehbar (z. B. Arzttermin oder Führerscheinprüfung), ist rechtzeitig (i. d. R. 3 Tage vorher) ein Antrag auf Beurlaubung zu stellen. Befreiungen von der Nachmittagsbetreuung sollen möglichst schon in der 1. oder 2. Pause, nicht erst in der Mittagspause erfolgen.
  • Alle Schul- und Schulwegunfälle müssen unverzüglich im Sekretariat gemeldet werden.
  • Von der SMV oder den Tutoren und Tutorinnen organisierte Sportveranstaltungen in der Turnhalle oder auf dem schuleigenen Sportplatz sowie Klassenveranstaltungen im Schulhaus müssen mindestens 3 Tage vorher im Direktorat beantragt werden. Bei Sportveranstaltungen auf dem Schulgelände ist eine Lehreraufsicht erforderlich.
  • Ab 13. 30 Uhr steht an den meisten Tagen ein Zimmer als Hausaufgaben- und Silentiumraum zur Verfügung (Zi. 111 oder 112), bei Besuch ist keine Voranmeldung erforderlich.

SMI, 2012-10-16