Deutsch

Die Deutsch Fachschaft 2017/18

 

 


Links zum Inhalt der Deutsch-Homepage

1. Vorstellung der Deutschlehrer

2. Konzept Leseförderung

3. Sprachbegleitung am Dürer

4. Projekte im Fach Deutsch

5. Vorlesewettbewerb

6. Schülerbeiträge

7. Grundwissen

 


 

 

Vorstellung der Deutschlehrer

 

Hier stellen sich nun die Deutschlehrer des Dürer-Gymnasiums mit ihren Lieblingsbüchern vor. Vielleicht erhält ja der ein oder andere einen Anreiz zur eigenen Lektüre...

Susanne Büsing

Mein Lieblingsbuch ist "Parzival" von Wolfram von Eschenbach.

Beim Lesen dieses Buches muss man sich erst auf eine fremde Welt einlassen, um dann zu erleben, wie nah sie uns geht und ist. Sie handelt vom Lernen, Versagen und Siegen, vom Suchen, Finden und Verlieren, von Verbindungen und Trennungen, von Mut, Treue und Liebe, von Feindschaft, Hinterlist und Tyrannei. Es geht um alles, was Menschen seit jeher bewegt und je öfter man das Buch liest, umso mehr entdeckt man.

 

Tim Eckhardt

Mein Lieblingsbuch: Uwe Tellkamp: „Der Turm

Einen Deutschlehrer danach zu fragen, was denn sein Lieblingsbuch sei, ist natürlich eine mittelschwere Gemeinheit. Als ob es das gäbe – ein Lieblingsbuch, am Ende gar das Lieblingsbuch! Denn so, wie der echte Romeo sein Herz durchaus verschiedenen Frauen schenken kann, kann es für den Liebhaber gepflegter Hochliteratur nicht nur ein Lieblingsbuch geben, nein, wie ein Straßengigolo kann ich mir sogar vorstellen, nicht nur mehrere Lieblingsbücher hintereinander – Modell Serienmonogamie – sondern gleich viele gleichzeitig zu haben – weshalb ich im Folgenden nur von meinem derzeitigen Lieblingsbuch sprechen will. Es handelt sich um Uwe Tellkamps „Der Turm“.

Ein großer Wurf. Ein Riesending. Ein Monolith, ein Wälzer, ein langes Teil. Das Werk besticht mit epischer Breite, was an sich zwar kein Qualitätskriterium ist, aber Kleinodien der deutschen Sprache dürfen ruhig auch mal größer sein. Der Inhalt ist schnell erzählt: weit verzweigte Familiengeschichte im Dresden der 80er-Jahre, wobei das Leiden der Hauptfigur (Pubertätsopfer, schlimme Akne, eigenwilliger Außenseiter, bekommt nie eine Freundin ab) dem Leser zum Teil physische Schmerzen zufügt, bei denen oft auch Fremdscham mitschwingt.

Das Faszinierende am „Turm“ ist die doppelte Geschichte zweier versunkener Welten: Einer Jugend in gleicher Zeit wie meiner (ob es weitere Parallelen zur Hauptfigur gibt, behalte ich für mich), die in einer Welt spielt, die es so nicht mehr gibt, einem verwunschen wirkenden Atlantis DDR, ein Blick in eine Zeit, deren Zeitgenosse ich war, und von der ich damals keine Ahnung, keine Vorstellung hatte. Aber es gibt noch eine zweite Ebene in Tellkamps Werk: Wenn im „Tausendaugenhaus“ der Onkel der Hauptfigur alte Decca-Aufnahmen klassischer Musik auflegt, verschwindet die DDR und das alte Dresden steht wieder auf, das Dresden der Vorkriegszeit. Es ist eine Welt, in der Oper, Theater, Literatur und Kunst gütig von freundlich-melancholischen Kulturfreunden nicht konsumiert, sondern gelebt werden, eine Welt, noch länger vergangen als die DDR und im Gegensatz zu ihr etwas Auftrag, mehr noch Hoffnung, am meisten jedoch resignativ hochgehaltene Utopie. Hier spielt Schönheit die wichtigste Rolle. Und so soll es auch sein.

 

Volker Gerner

John Irving: Garp und wie er die Welt sah (The world according to Garp)

Mein wahrscheinlicher Lieblingsautor und mein wahrscheinliches Lieblingsbuch stammen beide aus den USA. Obwohl das jetzt wie die doofen Werbetexte von Verlagen klingen mag: Die Geschichte ist rührend, witzig, absolut abwegiger Nonsens, brutal realistisch und wie ein Märchen, alles gleichzeitig. Die Figuren sind so grotesk und Mitleid erregend, als würde man einen Slapstickfilm und Hollywoodkitsch wie Titanic übereinander gelegt sehen, das aber so geistreich, dass auch brillentragende Pferdeschwanzintellektuelle darüber bei einem Glas Rotwein dozieren können und so sentimental, dass man seufzen und schlucken muss. Die Geschichte langweilt nie, nimmt tausend Wendungen und Irving erzählt einfach alles. Das Leben jeder noch so unwichtigen Nebenfigur wird bis zu ihrem Ende abgehandelt und ganz nebenbei gibt es den – finde ich – besten letzten Satz der Literaturgeschichte. (Der beste erste ist von Kafka und ist der Start zu „Der Prozess“, den besten letzten lest ihr hoffentlich bei Irving nach.) Die Übersetzung ist zumindest so tauglich, dass es auch auf Deutsch ein göttliches Buch ist, auf Englisch klingt manches noch ein bisschen schärfer.

 

Simone Greineder

Veronika beschließt zu sterben - Paulo Coelho

Die junge Slowenin Veronika nimmt eine Überdosis Schlaftabletten - warum, das weiß sie selbst nicht so genau. Als sie wieder aufwacht, befindet sie sich in Villete, dem berüchtigten Irrenhaus von Ljubljana.

Sehr bald merkt Veronika, dass in diesem Kuckucksnest voll überschäumender, fantasievoller Figuren, die verschlossen-mürrischen Wärterinnen die eigentlichen Verrückten sind. Stumpf und ohne jeglichen Lebensfunken verrichten sie ihre Arbeit. Dr. Igor, der Anstaltsleiter, ständig am Erproben fragwürdiger Therapiemethoden und für den Anstaltsalltag kaum zu erwärmen, steigert das Ganze endgültig ins Absurde.

Als man Veronika schließlich mitteilt, dass sie eines schweren Herzfehlers wegen nur noch wenige Tage zu leben hat, gewinnt sie wider Erwarten ihren Lebenswillen zurück, und erlebt zudem eine unerwartete Liebe.

 

Jochen Niklas

Umberto Eco: Der Name der Rose

Die meisten werden sicherlich den Film kennen, dieses mystisch-mörderisch aufgeladene Machwerk von Jean-Jaques Annaud mit Sean Connery in der Hauptrolle als alternder Mönch William von Baskerville, der mit seinem Novizen Adson von Melk in einer einsamen Abtei den Todesfall eines Mitbruders des Ordens der Benediktiner untersuchen soll.

Der Film ist spannend, ohne Frage, doch deckt er nur bruchstückhaft das auf, was Eco hier so meisterhaft miteinander verwoben hat. Sein Buch ist Kriminalfall, politische Intrige, Schauerroman, philosophische Abhandlung und erotische Geschichte in einem - und sicherlich habe ich mit dieser Aufzählung noch untertrieben!

Was ich beim ersten Lesen zunächst noch als spannendes Mörderspiel in einem abgeschlossenen Raum, eben jenem Benediktinerkloster in Italien, wahrgenommen hatte (im ungefähren Alter von 17), das musste ich schon zu meiner Studentenzeit, mit Anfang 20, revidieren: Der Krimi ist nur der Deckmantel für ein weiteres Spiel, nämlich das mit Zeichen und deren (Be-)Deutungen. So ist der Logiker William ein Mann des Geistes, der über Indizien versucht, den Mörder zu fassen, bevor dieser sein nächstes Opfer findet - es ist eine wahre Freude, ihm beim Rätseln zuzuschauen (und den Mörder beim Morden). Auf der philosophische Ebene geht es aber noch weiter - was kann als wahr, was als falsch bezeichnet werden, und wer definiert das? Oder politisch: Wer hat Recht, wenn es um den Status der Kirche geht - soll sie arm sein, wie die Franziskaner es fordern und aus den Zeichen der Bibel zu deuten glauben, oder soll sie die Pracht des Himmels auf Erden darstellen, wie der Papst es fordert?

So wird auf mehreren Ebenen mit den Zeichen gespielt - und dabei stirbt Tag für Tag Mönch um Mönch um Mönch... Die Inquisition greift ein und ergänzt das Mörderspiel um die Folter sowie die feurige Variante des Scheiterhaufens. Und ganz nebenbei erfährt der junge Adson, dass auch Mönche nicht unverführbar sind...

"Der Name der Rose" ist ein Buch für jedes Lebensalter, und jedes Mal wird man etwas Neues darin finden und verschlungenen Pfaden folgen, die einem vorher gar nicht aufgefallen waren - wie in dem Labyrinth der geheimnisvollen Bibliothek, die sich im Kloster versteckt. Es empfiehlt sich zunächst eine Lektüre ohne jedes Hintergrundwissen - einfach mal reinschnuppern und auf den Spuren Agatha Christies wandeln, denn von der hat sich Eco einiges abgeschaut. Dann 3-5 Jahre Zeit lassen, wieder lesen - und staunen!

 

Christoph Ortlieb

Autor und Titel:

Jan Guillou: 1. Die Frauen von Götaland / 2. Die Büßerin von Gudhem / 3. Die Krone von Götaland (Trilogie)

Der Inhalt:

Dieses Buch erzählt das Leben des historisch belegten Arn Magnusson nach, eines schwedischen Adeligen im 12. Jahrhundert.

Im ersten Band (Die Frauen von Götaland) wird erzählt, wie der Knabe in einem Kloster aufwächst und dort von einem Tempelritter die Kriegskunst erlernt. Ohne von der Welt außerhalb der Mauern zu wissen, wird er ein fast unbesiegbarer Kämpfer und begeht, als er das Kloster verlässt, ungewollt etliche „Sünden“, wie Parzival.

Im zweiten Band (Die Büßerin von Gudhem) wird die 20-jährige Bußzeit von Arn Magnusson beschrieben, die er als Tempelritter im Heiligen Land verbringen muss. Dort wird er aufgrund seiner Warmherzigkeit auch gegenüber Feinden zum Freund von Saladin, dem er später auf dem Schlachtfeld wieder gegenübersteht.

Im dritten Band (Die Krone von Götaland) kehrt der Tempelritter Arn nach Schweden zurück um die zurückgebliebene Geliebte aus den Klostermauern zu befreien und wird in die Machtkämpfe der schwedischen Kronfolge verwickelt.

Warum gerade das?

Das Buch ist mein absoluter Favorit, da es die schwedische Geschichte, für die ich mich sehr interessiere, mit viel Wissen über Klosterleben, Mittelalter und vor allem über die Kreuzzüge verbindet. Die vielen historisch belegten Ereignisse der Zeit sind in diesen Roman eingeflochten. Auch die anfängliche Anlehnung an Parzivalgeschichte gefällt mir gut.

Leider ist Band zwei und drei vergriffen und nur antiquarisch und daher sehr teuer bei Amazon oder Ebay zu erwerben.

 

Jörg Sandreuther

Ein Lieblingsbuch soll ich nennen und kurz begründen, weshalb es gerade dieses ist.

Nun, mit solchen typischen Steckbrieffragen habe ich meine Probleme: Lieblingsfarben, Lieblingslieder, Lieblingsfächer - und was noch alles. Das ist doch in der Regel das, womit man gerade befasst ist. Sicher, man muss nicht alles mögen, womit man sich beschäftigt.

Bei Büchern kommt noch hinzu, dass jedes Buch etwas besonderes für mich hat. Ich fühle mich unwohl, wenn jemand ein Buchtraktiert, es aufbiegt, verkritzelt oder schräg hinstellt und es so Schaden erleidet.

Bert Brecht hat einmal auf diese Frage geantwortet: „Sie werden lachen – die Bibel!“ Ein Buch aus vielen Büchern, mit einem breiten Spektrum. Mythen, kleine Erzählungen, romanhafte Züge, lyrische Psalmen und Lieder. Parabeln, Gleichnisse, Sentenzen und Aphorismen. Historische Texte, vergangenen und ferne Lebensvorstellungen, Regeln und Gesetze und natürlich auch religiöse und philosophische Inhalte. Nicht zu vergessen die Kultur- und Sprachgeschichtliche Bedeutung. Wie viele Redewendungen, Sprichwörter und Wörter gehen nicht auf biblische Vorlagen zurück; wie oft waren biblische Texte und Themen nicht schon Vorbild oder Stein des Anstoßes für literarische Produktion. Wie schön kann man an einem altsächsischen „Heliand“ im Vergleich mit Luthers Übersetzung und etwa dem Versuch einer „Bibel in gerechtem Deutsch“ die Entwicklung von Sprache und Kultur in Deutschland ablesen.

 

Johannes Uschalt

Philip Roth – Der menschliche Makel

Ein Buch, das mit einer Lüge beginnt und zwar der berühmtesten Lüge des ausgehenden Jahrhunderts: Bill Clintons Aussage in der Lewinsky-Affäre! Das Motiv der Lüge zieht sich dann durch den ganzen Roman, der die Geschichte des Professors Coleman Silk erzählt, der sich als Jude ausgibt, obwohl er eigentlich schwarz ist, und der sich plötzlich – aufgrund einer Lüge – selbst den Vorwurf des Rassismus gefallen lassen muss. In dieser Situation dann noch Colemans Affäre mit einer sehr viel jüngeren Frau, die wiederum von ihrem durch den Vietnam-Krieg traumatisierten Ex-Mann verfolgt und terrorisiert wird.

Ein Buch, das also nicht nur eine irrwitzige Geschichte enthält, sondern in dem sich auch

ein Jahrhundert (amerikanischer) Geschichte widerspiegelt. Dabei beleuchtet Roth nicht nur wie eine Gesellschaftsordnung, die sich selbst als intellektuell fortschrittlich und demokratisch bezeichnet, ihre Individuen unterdrückt oder zum Lügen zwingt, weil sie den vorgegebenen gesellschaftlichen Codes nicht entsprechen, sondern auch, wie schmerzlich der Loslösungsprozess von der eigenen Familie sein kann. Kurzum: Irgendwie ist ALLES in diesem Buch enthalten. Weil das alles noch ausgezeichnet erzählt ist, weil Tragik und Humor sich die Waage halten, weil es keine Helden und Schurken, sondern nur Menschen in diesem Roman gibt, ist dieses Buch mein Lieblingsbuch meines „Lieblingserwachsenenschriftstellers“ Philip Roth.

 


 

 

Konzept Leseförderung

 

Am Dürer-Gymnasium wird Leseförderung GROß geschrieben - und daran arbeitet nicht nur die Fachschaft Deutsch, sondern das gesamte Kollegium mit. Da alle wissen, dass die Lesekompetenz in jedwedem Fach eine große Rolle spielt - sei es beim Verstehen von Textaufgaben im Fach Mathematik, beim Lesen von Quellen im Fach Geschichte oder beim Erstellen von Übersetzungen in den Fremdsprachen - sind alle Lehrer des Dürer-Gymnasiums bei der Förderung des Lesens und des Leseverständnisses mit dabei.

Durch folgende Projekte wird am Dürer das Lesen gefördert:

1. Projekt "Bücherkisten" in den 5. Klassen


Eigens eingerichtete Bücherkisten stehen für die 5. Klassen in der Schulbibliothek bereit. An einem festen Schultag in der Woche wird je Klasse eine Unterrichtsstunde allein für das Lesen von Büchern bereitgestellt - von jedem Fach, in dem an diesem Tag unterrichtet wird.

Ablauf:

  • die Schüler suchen sich ein Buch aus, das sie gerne lesen wollen
  • 35 Minuten Lesezeit
  • die restlichen 10 Minuten sind dafür reserviert, die Leseeindrücke einzufangen und in einem eigenen Leseheft festzuhalten: als Text, als Bild, in Stichworten (Lesen als ein aktiver Prozess, der das Verstehen und eigene Beurteilen des Gelesenen mit einschließt)

Gleichzeitig schaffen die Lesestunden einen Ruhepunkt im teilweise stressigen Schulalltag - das Einzige, was man hört, ist das Umblättern der Seiten...

Die Bücherkisten finden im Übrigen auch noch weitere Verwendung als sinnvolle Ergänzung des Unterrichts in Vertretungsstunden der Unterstufe. Sie machen mit aktuellen und auch klassischen Jugendbüchern bekannt und damit auch Lust auf mehr (lesen).

 

 

2. Ralleys in und Arbeit mit der Schulbibliothek

 

Einige Deutschlehrer haben eine kleine Rallye durch die Schulbibliothek erarbeitet für die 5. Klassen, sodass diese gleich von Anfang an gerade die Jugendbibliothek kennen lernen. Zusammen mit dem Projekt "Lesekisten" und dem Vorlesetag am 20.11. jeden Jahres sind dies die Eckpfeiler unserer Leseförderung.

 

3. Projekt "Übergang Grundschule - Gymnasium" in Zusammenarbeit mit der Grundschule

In besonderem Maße ist es uns wichtig, dass gerade die neuen Schüler den Übergang von der Grundschule ins Gymnasium ohne größere Probleme meistern und einen leichten Einstieg bei uns haben, nicht nur im Fach Deutsch. Um dieses Ziel zu erreichen, haben wir ein sogenanntes Übergangsmanagement an unserer Schule installiert, das vor allem von Deutschlehrern aus der Taufe gehoben und geleitet wird. Dazu gehören folgende tragende Säulen:

a) Lesefitstunden in den 4. Klassen: DeutschlehrerInnen aus dem Gymnasium unterrichten Viertklässler unserer Sprengelschulen vor allem im Bereich Aufsatzkunde und Leseverständnis. Hinzu kommen Einblicke in die Zeichensetzung und in die lateinische Terminologie im Bereich des Grammatikunterrichts.

b) Regelmäßige Treffen zwischen GrundschullehrerInnen und GymnasiallehrerInnen: Austausch über pädagogische und strukturelle Fragen, Kennenlernen der Kooperationspartner

c) Hospitationen von LehrerInnen in der jeweils anderen Schulform

d) Besuch von Gymnasialklassen in der Grundschule zu Austausch über Erfahrungen und Erwartungen

 

4. Vorlesewettbewerb und Vorlesetag

 

In jedem Jahr in findet an unserer Schule in den 6. Klassen der Vorlesewettbewerb statt. Die jeweiligen Sieger aus den klasseninternen Leseausscheidungen treffen sich in der Aula und lesen vor den Klassenstufen der 5. und 6. Klasse aus einem selbst gewählten und einen von außen bestimmten Buch vor. Der Sieger/Die Siegerin darf dann beim stadtinternen Lesewettbewerb teilnehmen.

 

Seit neuestem nimmt das Dürer-Gymnasium nun auch am deutschlandweiten Vorlesetag, am 20.11. jeden Jahres, teil. In diesem Jahr wird auch der schulinterne Lesewettbewerb der 6. Klassen an diesem Tag stattfinden. Zusätzlich wird die regional bekannte Autorin und Zeichnerin Gaby Wohlrab vor den 8. und 9. Klassen aus ihrem neuesten Buch vorlesen. SchülerInnen der Oberstufe und LehrerInnen lesen gleichzeitig in den Klassenräumen der 5. Klassen aus ihren Lieblingsbüchern vor.

 

5. Schülerbeiträge

Hier veröffentlichen wir Beiträge von Schülern, die spontan oder innerhalb eines Projekts entstanden sind und von denen wir denken, dass sie es Wert sind veröffentlicht zu werden. Viel Spaß!

 


  

Sprachbegleitung am Dürer-Gymnasium

 

Sprachbegleitung – was ist das eigentlich?

 

Es geht darum, die Schrift- und Fachsprache im Deutschen zu verbessern, also die korrekte Grammatik zu verwenden, den Wortschatz (auch den Fachwortschatz der wissenschaftlichen Fächer!) zu vergrößern und ein Gefühl für die richtige Sprachebene zu entwickeln.

 

Warum gibt es die Sprachbegleitung bei uns am Dürer?

 

Viele Schülerinnen und Schüler, die zu uns kommen, beherrschen neben dem Deutschen noch ein bis zwei weitere Sprachen, nämlich die Sprache/n ihrer Eltern. Einige sind sogar erst wenige Jahre in Deutschland, sodass sie sich zwar gut mündlich verständigen können, aber in der Schriftsprache noch Defizite haben, die wir durch die Sprachbegleitung auszugleichen versuchen.

 

Wie sieht Sprachbegleitung konkret aus?

 

Wir fangen schon in der Grundschule an. Unsere Grundschullotsin Frau von Carnap und ein Mitglied der Sprachbegleitungsgruppe (Frau Cramer-Probst) gehen an mehrere Grundschulen und bereiten Kinder, die ans Gymnasium übertreten, in Kleingruppen auf die sprachlichen Anforderungen dieser Schulform vor.

 

In der 5. Jahrgangsstufe gibt es dann die Deutschprojekte, in denen die Schüler und Schülerinnen in kleinen Gruppen naturwissenschaftliche Themen bearbeiten oder Projekte durchführen und in diesem Rahmen ihren (Fach-)Wortschatz erweitern und sprachliche Strukturen festigen. Die Fünftklässler/innen werden dabei in reinen Mädchen- bzw. Jungengruppen unterrichtet, um ihren Interessen besser nachkommen zu können.

 

Von der 7. bis zur 10. Jahrgangsstufe bieten wir die Deutschsprechstunde an. Hier können alle Schülerinnen und Schüler, die etwas im Fach Deutsch nicht verstanden haben oder üben wollen, speziell an ihren Schwächen arbeiten. Dieses Schuljahr ist Frau Braune für die 7. und 8. Jahrgangsstufe und Frau Löwer für die 9. und 10. Jahrgangsstufe zuständig.

 

Beginnend mit der Kursphase stehen die Vorbereitung auf das Abitur und die dort gestellten Aufgabenformen im Fokus der Sprachbegleitung. Die sog. Deutsch-Plus-Kurse in den Jahrgangsstufen 11 und 12 arbeiten thematisch, wieder in kleinen Gruppen, und stellen eine Art Schreibtraining für unsere Oberstufenschülerinnen und -schüler dar. Wer in der 11. Klasse ist, sollte sich bei Fragen an Frau Braune, Schülerinnen und Schüler der 12. Klasse an Herrn Niklas wenden.

 

Wer darf denn teilnehmen?

 

Jeder, der Übungsbedarf hat. (Bei einer zu großen Nachfrage müssen wir die Teilnahme natürlich von der Dringlichkeit abhängig machen!).

 

Haben Sie/hast du noch mehr Fragen?

 

Die Deutschlehrkräfte des Dürer-Gymnasiums und/oder das Sprachbegleitungsteam helfen Ihnen/euch gerne weiter!

 

Das Sprachbegleitungsteam (U. Bauer, N. Cramer-Probst, U. Doetsch, U. Löwer, R. Rosignuolo)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Der 199- Komma- Satz
Entstanden aus einer Art ungewollten Provokation im Deutschunterricht
Jessica Schlegel

17.11.11



Der lange Satz
Menschen sind Lebewesen, welche über die ganze Welt verteilt sind, z.B. in Frankreich, England, Deutschland, Bulgarien, Ungarn, Amerika, Russland, Irland, China, Japan und Australien, und dort die jeweilige Amtssprache sprechen, beispielsweise Französisch, Englisch, Deutsch, Russisch, Bulgarisch, Ungarisch oder auch Japanisch, und sich untereinander entweder gut oder schlecht verstehen, was man an geführten Kriegen, Beziehungen und Freundschaften erkennen kann, die zwischen den unterschiedlichen Ländern geführt werden, in denen eine individuelle Kultur ist, gemeint damit ist, dass man in Deutschland z.B. Weihnachten feiert, im Irak aber gewöhnlicher Weise nicht, was daran liegt, dass es verschiedene Religionen gibt, die mal mehr, mal weniger vertreten ist, obwohl generell in den Ländern eine Mischung der Kulturen und Religionen herrscht, weshalb es aber leider trotzdem zu Vorurteilen, Diskrimination, Hass und Gewalt kommt, weil dieses zu Missgunst neigende, aber leider weltbeherrschende Säugetier „Mensch“ seine Artgenossen meist zu größten Teilen verabscheut, was sich auf die Politik, die Erziehung und das allgemeine Denken auswirkt, was Wissenschaftler festgestellt und in Forschungen dargestellt haben in den Fachgebieten der Psychologie, Marktforschung und in allgemein anderen Berichten, die Journalisten verfasst haben, wofür sie Journalismus studiert und eine Anstellung bei einer Zeitung oder Zeitschrift gefunden haben müssen, wie zum Beispiel bei den „Nürnberger Nachrichten“, der „Psychologie Heute“, dem „Stern“, dem „Spiegel“, Frauenzeitschriften wie der „Brigitte“ oder „Lisa“, oder auch in anderen Ländern eine Anstellung bei der jeweiligen Zeitung ergattert haben können, wie der „New York Times“ oder auch „el Páis“, außerdem gibt es aber auch Zeitungen, die überzogen und falsch berichten, wie z.B. die „Bild“ und die „Abendzeitung“, die als >>Die kleine Schwester der Bild<< bekannt ist, deren Reporter bestimmt oft wenig gebildet, geldgeil, anspruchslos, sensationssüchtig und skrupellos sind, obwohl Menschen im Allgemeinen auch positive Eigenschaften haben können, einige davon wären z.B. fröhlich, freundlich, freigiebig, humorvoll, offenherzig, mitfühlend, charismatisch, kokett, vorurteilsfrei, intelligent, hübsch, gepflegt, oder auch tierlieb gegenüber Hamstern, Ratten, Schlangen, Hunden, Pferden, Katzen, Zieseln, Echsen, Chinchillas, Rennmäusen, Krokodilen, Kängurus, Löwen, Delfinen, Karpfen, Nasenaffen, Rochen oder auch Ameisenbären und anderen Tieren, die ebenfalls überall auf der Welt leben, in den verschiedensten Naturräumen, wie Wäldern, Gewässern, Wüsten, Graslandschaften, Steppen, Meeren, Eislandschaften, Feldern und Gebirgen, wo sie in Höhlen, Nestern, Bäumen, Erdlöchern und Tunneln wohnen, wo sie trotz ihrer guten Verstecke von Jägern und Wilderern aufgespürt werden, die Tiere wie Hasen, Elefanten, Rehe, Tiger und Elche jagen, um sie zu essen, zu verkaufen, aufzuhängen oder auszustopfen, weil sie entweder hungrig, oder geldgierig sind, was nur zwei der negativen Eigenschaften sind, die auf Menschen zutreffen können, denn es gibt eine Vielzahl an Adjektiven, mit denen man einen Mensch beschreiben kann, so wie mürrisch, hinterhältig, bösartig, selbstsüchtig, widerwillig, nachtragend, stur, verlogen, zickig, nervig, hässlich, laut, überemotional, jähzornig und arrogant, und diese ganzen Menschen die so sind, sitzen überall, man trifft sie nämlich in Schulen, Bahnhöfen, Ämtern, Parks, Bars, Supermärkten, Möbelhäusern, Boutiquen, Schuhläden und Juwelieren, wo sie einem natürlich furchtbar auf die Nerven gehen, genauso wie Lärm von Presslufthammern, hohe Pieptöne, Baustellen, Umleitungen, Überstunden, Gehaltskürzungen, Verspätungen, schlechte Noten, langweiliger Unterricht, schlecht geschriebene Bücher, unbegabte Autoren, ausverkaufte Ware, nicht funktionierende Stifte, leere Akkus, keine Internetverbindung zu haben, Computerviren, Krankheiten, schmutzige Wäsche, die selbst zu waschen ist, saure Milch, keinen Kuchen zu haben, wenn man Lust auf Kuchen hat, die deutsche Bahn, ungeputzte Fenster und Brillen, Sehschwäche, Englischlehrer die des Englischs nicht mächtig sind, Manche Kerle, Knochenbrüche und kein Geld zu haben, weshalb viele Menschen austicken und ihre Wut äußern, indem sie schreien, aufstampfen, mit den Fäusten auf den Boden schlagen, andere Menschen fertig machen, weinen, Sachen zerstören oder demolieren, Essen in sich reinstopfen, und Sachen anzünden, wobei sie entweder einer Strafe entgehen, oder zur Rechenschaft gezogen werden, weshalb sie in ein Gerichtsgebäude müssen, in dem Richter, Angeklagte, Zeugen und Gäste sitzen, die manchmal aus lärmenden, desinteressierten Schülern bestehen, wo sie verklagt werden können zu Geldstrafen, Gefängnishaft oder Gemeinnütziger Arbeit, wo sie z.B. in Altersheimen, Kindergärten, Waisenhäusern Krankenhäusern und Obdachlosenstätten helfen müssen, oder auf Grünflächen Müll einsammeln müssen, wie leere Cola-Dosen, Zeitungen, über die schon berichtet wurde, Bonbonpapiere und leere Bierflaschen, auf die es Pfand geben kann, das man erhält, wenn man eben diese Flaschen in einem Supermarkt abgibt, und mit erhaltenem Geld kann man viele Dinge tun.


Das war mein 199 Komma Satz, der lustigerweise genau 700 Wörter hat (diese hier ausgenommen).
Ich hoffe ich hab keine Kommas übersehen, und natürlich hoffe ich auch, dass die Lektüre nicht ganz so schrecklich war, wie man von einem 199 Komma Satz erwarten würde (;

 


 

 

Dadaismus-Collagen

Die Q12, mit großen Schritten auf dem Weg zum Abitur, hat trotzdem noch großes kreatives Potential. Wie aus Bildcollagen Dada-Gedichte entstehen, zeigt dieses kleine Deutsch-Projekt:

 

Bei der Arbeit: Aus allerlei Zeitschriften werden Collagen gefertigt

 

Die Ergebnisse:

 

...und daraus dann Gedichte - die Zuordnung zu einer der Collagen überlassen wir eurem gekonnten Blick:

Ich liebe Deutscheland (Hugo Dario)

Handschuh im Gesicht
Blitz trifft dich!
Gehirn schaut raus und lacht dich aus
Der Punk putzt sich die Zähne während
er sich dehnt
Rot, weiß Akkordeon
Schwarz-weiß Irgendwas?
Die Dame hat einen Bart
Irokese aus dem Bild
Blauer Bart schwarz weiß
Dariobook! Gesicht?
Alkoholkrawatte über dem Comic
Ich liebe Deutscheland



Gewurtschtel

Frischverliebt? umpala!
ZDf aaAah-Natur; Sex?
DadaaaSieeee G´sicht Mund.
Frische Füße voller Einsatz.
Ays-alw-Phantom Rrrrr
Brumm brumm brumm VW; Käfer
Et WQuiz Hund Schildkröt P-f-herd?
Stück ´ala Papier, lalalalala
immer Hühnchen -
Cha´ üss


Der Eintritt ist frei

Auf die Frau
Eintritt für Unbefugte verboten
Mao Zedong
Gammelfleisch aus Japan
Mephisto
Fette Riots
Tötet die Kartoffel
Anti-Aging-Creme
Opfas
Vvothn Sie Günther?
Das Becksteinkonzept
Du
Halli Galli für Chinesen
Lecker

 

 

Grundwissen

Das Grundwissen, welches die Schülerinnen und Schüler bis zum Eintritt in die Oberstufe erwerben, findet sich zu Beginn jedes Jahrgangsstufenlehrplans, auf den wir hier verweisen:

5. Jahrgangsstufe: http://www.isb-gym8-lehrplan.de/contentserv/3.1.neu/g8.de/index.php?StoryID=26329

6. Jahrganggstufe: http://www.isb-gym8-lehrplan.de/contentserv/3.1.neu/g8.de/index.php?StoryID=26314

7. Jahrgangsstufe: http://www.isb-gym8-lehrplan.de/contentserv/3.1.neu/g8.de/index.php?StoryID=26291

8. Jahrgangsstufe: http://www.isb-gym8-lehrplan.de/contentserv/3.1.neu/g8.de/index.php?StoryID=26272

9. Jahrgangsstufe: http://www.isb-gym8-lehrplan.de/contentserv/3.1.neu/g8.de/index.php?StoryID=26241

10. Jahrgangsstufe: http://www.isb-gym8-lehrplan.de/contentserv/3.1.neu/g8.de/index.php?StoryID=26211