Geografie

Die Fachschaft Geographie

 

 


 

 6.06.2016

Auf AEG - Stadtentwicklung in Nürnbergs Westen

Konversion - ein schmissiger Begriff, den Stadtentwickler für den Nutzungswandel früherer Industrieareale gebrauchen. Nahezu idealtypisch ist dies auf dem ehemaligen AEG-Gelände an der Muggenhofer Straße zu beobachten. Am 20.4.2016 unternahm der Geographiekurs der Q 12 eine Exkursion "auf AEG". Ein früherer AEG-Mitarbeiter beschrieb die Produktionsprozesse bei der Herstellung von Elektrogeräten, erläuterte die Situation bei der Schließung des Werkes 2005 und zeigte bei einem Rundgang diverse Formen der gegenwärtigen Nutzung durch Künstler, Forscher der FAU und kleine Start-Up-Unternehmen.

T.Gauckler


 

 18.09.2015

Wem gehört die Stadt? Ein Stadtgeograph berichtet aus seiner Forschung

 

Professor Krüger (rechts) am Dürer Gymnasium

 

Im Rahmen der Wissenschaftsbörse, einer Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, besuchte der Stadtgeograph Prof. Dr. Fred Krüger von der Universität Erlangen am 20.7.2015 unsere Schule und hielt in den Geographie-Kursen der 11.Klassen unter dem Leitthema „Stadt der Zukunft“ einen Vortrag mit dem Titel Skater, Coolness und Gerechtigkeit: Konflikte im urbanen Alltag. Eine geographische Perspektive.

 


London Shoreditch: noch hip!

 

Prof. Krüger spannte dabei den Bogen von jugendlichen Skatern, die sich am Nürnberger Kornmarkt einen Teil des öffentlichen Raumes erobert haben, über Gentrifikationsprozesse in Gostenhof, bis zu Stadtvierteln in London, wo zunächst hippe Subkultur das Erscheinungsbild prägte, es dann aber zu einem Mainstreaming kam, reichere Schichten und Ladenketten Einzug hielten und die ursprünglich prägende Bevölkerungsteile durch steigende Mietpreise zunehmend verdrängt wurden. Hierbei wurden die Konflikte im städtischen Raum und die Sichtweisen der Akteure beleuchtet und die schwierige Frage gestellt: Wem gehört eigentlich die Stadt: der, der dort wohnt, der, der sich dort aufhält, oder der, der sie mit finanziellen Mitteln (um-)gestaltet?

 

London Docklands: hochpreisige Wohn- und Gewerbeobjekte

 


22.12.2014

Expertenbesuch zum Thema „Vulkanismus: Ursachen und Folgen“ in zwei 7.Klassen.

Im Rahmen des Geographieunterrichts der 7. Jahrgangsstufe lernen Schülerinnen und Schüler wie Naturfaktoren und ihr Zusammenwirken das Leben der Menschen in Europa beeinflussen.

Benedikt Orlowski M.A., wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geographie der FAU in Erlangen, forscht auf den Kanarischen Inseln über die Krise innerhalb der Bevölkerung der Insel El Hierro, die mit dem Naturereignis eines kürzlich unter dem Meer ausgebrochenen Vulkans ihren Anfang nahm. Herr Orlowski berichtete über die Ursachen des submarinen Ausbruchs des Vulkans in der Nähe der kanarischen Inselgruppe und schilderte die Folgen für die dort lebende Bevölkerung.

Quelle: Vortrag B. Orlowski, 2014.

Die beiden Klassen der 7. Jahrgangsstufe bedanken sich bei Herrn Orlowski für den spannenden Vortrag!


22.12.2014

Unterrichtsgang ins Planetarium mit einer 5.Klasse

Im Rahmen des Geographieunterrichts der 5.Jahrgangsstufe lernen Schülerinnen und Schüler die Grundstrukturen unseres Sonnensystems kennen.

 

Beim Unterrichtsgang in das Planetarium zur „FulldomeShow: Sterne“ und der Show „Sterne über Franken“ erhalten die Schülerinnen und Schüler einen tiefen Einblick in das Leben von Sternen von der Geburt bis zum Tod und in die Existenz von schwarzen Löchern.

 


22.12.2014

Unterrichtsgang zur Orientierung im Raum mit einer 5.Klasse

 

Im Rahmen des Geographieunterrichts der 5.Jahrgangsstufe erlernen Schülerinnen und Schüler verschiedene Methoden zur Orientierung im Raum. Bei einem Unterrichtsgang ins Gelände lernen Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Hilfsmittel kennen, die es ermöglichen, die Himmelsrichtungen zu bestimmen.

Neben der Orientierung nach der Sonne oder den Sternen, orientieren sich die Schülerinnen und Schüler mit Hilfe von Bäumen auf dem Feld und der Ausrichtung von Kirchen und Moscheen in der Stadt.

Ohne Anleitung gelingt es der Klasse, sich mit Hilfe einer kleinen Auswahl von Gegenständen (Büroklammer, Essstäbchen, Magnet, Schüssel) einen eigenen Kompass zu bauen, der bei einem Vergleich mit einem elektronischen Kompass seine Funktionalität beweist (siehe Foto).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


08.07.2014

Auf den Schienen durch die Weltgeschichte

10. Klassen im Industriemuseum Lauf

 

Über 9000 km ist die längste Eisenbahnstrecke der Welt – die Transsibirische Eisenbahn – lang. Nur eine knappe halbe Stunde mit der Regionalbahn entfernt liegt das Industriemuseum Lauf, das mit der Sonderausstellung „Transib – ein Jahrhundertprojekt auf Schienen“ ein echtes Highlight der Geographie und der Weltgeschichte in den Großraum gebracht hat. In zwei großen Ausstellungsräumen entführte die Ausstellung mit einzigartigen Bildern und außergewöhnlichen Ausstellungsstücken unsere Schüler in die faszinierende Welt der Transsib. Unter Leitung des sehr engagierten und perfekt vorbereiteten Museumspädagogen Herrn Hochreuther konnte man sich auf eine Reise begeben von der Metropole Moskau durch die Weiten Sibiriens und die Steppenlandschaft der Mongolei bis ins fernöstliche China.

Genau passend zum Lehrplan Geographie der 10. Klassen ließ die fast einstündige Führung den Schülern klar werden, welche politischen und strategischen Ziele hinter dem Bau der Strecke bis an den Pazifik lagen. Auch die wirtschaftlichen Auswirkungen und die angebrachten historischen Vergleiche mit der heutigen Politik machten die Zusammenhänge besser offenbar, als es manche Unterrichtsstunde vermocht hätte.

Die vorbereitenden Referate zum Thema machten eine Vertiefung zwar leichter, aber allein die hilfreichen Russischkenntnisse mancher Mitschüler brachten den Teilnehmern aus den Klassen 10a und 10c dieses Land und die unendliche Weite Sibiriens näher.

Dass Lauf eine Reise wert ist, war ja schon bekannt, allein diese Ausstellung zu bestaunen ist, die bis zum 05. Oktober 2014 dort und anschließend ins Deutsche Museum nach München zieht, lohnt den Weg.

Um Geschichte und Geographie zu erleben fahren Eisenbahnfans von Moskau bis Wladiwostok, die Schüler des Dürer-Gymnasiums mussten nur 20 km zurücklegen...

 

 


Inhalt

Lehrwerke

Grundwissen

 


 

Lehrwerke

 

 

 

Der Geographieunterricht wird in allen betreffenden Jahrgangsstufen zweistündig unterrichtet.

Wir verwenden dabei folgende Lehrwerke:

 

Jahrgangsstufe 5: Terra (Klett-Perthes)

Jahrgangsstufe 7: Seydlitz (Schroedel)

Jahrgangsstufe 8: Diercke (Westermann)

Jahrgangsstufe 10: Seydlitz (Schroedel)

Jahrgangsstufe 11: Mensch und Raum (Cornelsen)

Jahrgangsstufe 12: Terra (Klett)

 

Außerdem arbeiten wir mit dem Diercke Weltatlas (Westermann), welcher von den Schülern selbstständig angeschafft wird.

 

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Grundwissen und Grundbegriffe

 

 

 

 

 

5. Jahrgangsstufe

Planeten: Himmelskörper, die um die Sonne kreisen

Atmosphäre: Lufthülle um die Erde, die das Leben ermöglicht

Gradnetz: Gitternetz aus Breitenkreisen und Längenkreisen (Meridianen)

Faltengebirge: Gebirge, das sich durch das Zusammenschieben von Gesteinsschichten auffaltet

Gletscher: Ströme aus Eis, die sich talwärts bewegen

Löss: feiner Gesteinsstaub, der vom Wind transportiert und abgelagert wird

Schichtstufenland: Landschaftsform mit leicht geneigten, treppenartig angeordneten Landflächen

Erosion: Abtragung der Erdoberfläche durch Wasser, Eis oder Wind

Sedimente: Gesteinsmaterial, das an Land und im Meer abgelagert wird

Gezeiten: regelmäßiges Schwanken des Meeresspiegels (Ebbe und Flut)

Intensivlandwirtschaft: durch hohen Arbeits- und Geldaufwand und Technikeinsatz gekennzeichnete Form der Landwirtschaft

City: Kern einer Großstadt mit hoher und dichter Bebauung, vorwiegend mit Geschäfts-, Büro- und Bankgebäuden

 

7. Jahrgangsstufe

Maritimes Klima (Kühle Sommer, milde Winter)

Kontinentales Klima (heiße Sommer, kalte Winter)

Temperaturamplitude (Differenz zwischen wärmstem – kältestem Monat)

Arid (trocken, Verdunstung größer als Niederschlag)

humid (feucht, Niederschlag größer als Verdunstung)

Steigungsregen (Niederschläge, die entstehen, wenn Luftmassen an der Luvseite von Gebirge zum Aufsteigen gezwungen werden)

Golfstrom (Meeresströmung, die warmes Wasser vom Golf von Mexico bis nach Nordeuropa bringt)

Tundra (baumlose Vegetation mit Flechten in Nordeuropa)

borealer Nadelwald (Nadelwald der nördlichen Breiten)

intensive Landwirtschaft (hoher Ertrag/Aufwand pro Hektar)

extensive Landwirtschaft (geringer Aufwand, rentabel nur bei sehr großer Fläche)

Sonderkulturen (intensive Pflege, hoher Arbeitsaufwand à aber hoher Ertrag)

Standortfaktor (Faktor, der die Ansiedelung eines Industriebetriebes begünstigt)

Aktivraum (Ballungsraum, hohes Einkommen, Zuwanderung)

Passivraum (geringes Einkommen, Arbeitslosigkeit, Abwanderung)

Als Grundfertigkeit: Erstellen und Auswerten von Klimadiagrammen

 

8.Jahrgangsstufe

ITC: Tiefdruckzone in Äquatornähe, in der die Passate aufeinander treffen

 

Zenitalregen: Niederschläge, die kurz nach dem Senkrechtstand (Zenitstand) der Sonne einsetzen und die tropischen Regenzeiten bestimmen.

 

Tageszeitenklima: Klima, bei dem die Temperaturschwankungen am Tag größer sind als die innerhalb eines Jahres (Tropen)

 

Fremdlingsfluss: Fluss, der aus einem niederschlagsreichen Gebiet kommt und ein Trockengebiet durchfließt (Bsp. Nil)

 

Nomadismus: Wirtschaftsweise in Trockengebieten, bei der ganze Stämme oder Familien mit ihren Tieren und ihrem Besitz zwischen den Weideplätzen und Wasserstellen wandern.

 

Desertifikation: Ausbreitung der Wüste durch menschliche Eingriffe

 

Cash Crops: Agrarprodukte wie Baumwolle und Bananen, die auf dem Weltmarkt verkauft werden

 

Plantage: Landwirtschaftlicher Großbetrieb in den Tropen und Subtropen

 

Metropole: Großstadt, die andere Städte an Größe und Bedeutung deutlich überragt

 

Push-/Pull-Faktoren: Faktoren, die Migranten aus dem Herkunftsgebiet „abstoßen“ bzw. Erwartungen, die Migranten ins Zielgebiet (Stadt) „ziehen“.

 

Favela: Elendsviertel am Rand von Großstädten in Lateinamerika

 

BNE=Bruttonationaleinkommen: die erbrachte wirtschaftliche Leistung eines Landes im In-und Ausland

 

 

10. Jahrgangsstufe

Monsun: jahreszeitlich entgegen gesetzt wehender Wind in Indien

Kaste: stark abgegrenzte soziale Schicht in Indien

Tsunami: japanisch für durch ein untermeerisches Beben ausgelöste Flutwelle

Hurrikan: tropischer Wirbelsturm mir verheerender Wirkung, in Asien Taifun genannt

Tornado: kleinflächiger Wirbelsturm mit extrem hoher Windgeschwindigkeit und Zerstörungswirkung

Slum: heruntergekommenes, ehemals normales Stadtviertel

Intensiv-/Extensivlandwirtschaft: mit hohem/geringem Aufwand pro Flächeneinheit betriebene Landwirtschaft

Permafrostboden: Boden, der ganzjährig zumindest in der Tiefe gefroren bleibt

Segregation: räumliche Trennung verschiedener ethnischer Gruppen

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