Latein

Die Latein-Fachschaft 2017 / 2018


GRUNDWISSEN LATEIN

Hier findet ihr eine ausführliche Zusammenfassung aller Lerninhalte, die euch vorwiegend von Klasse 6 bis 8 im Unterricht begegnen (werden). Ihr könnt einzelne Themen noch mal nachlesen, oder auch zur Prüfungsvorbereitung nutzen. Besonders für das Abitur im Fach Latein bildet die Zusammenstellung die Grundlage!


20.03.2018

Auf Ovids Spuren in der Kunst...

   

begaben sich am Samstag, den 17.3.2018, elf LateinschülerInnen der 10. Klassen zusammen mit Frau Körner und Frau Büttner bei einem Ausflug nach München. Unser Ziel: die Alte Pinakothek, in der bei einer Führung Kunstwerke bestaunt und besichtigt wurden, die Antikes in sich hatten.

Besonders im Blickpunkt standen dabei Werke, in denen Szenen aus Ovids „Metamorphosen“ in Kunst „übersetzt“ worden sind, wie beispielsweise die Gemälde „Diana und Aktäon“ (in diesem Zusammenhang machten wir auch Bekanntschaft mit den 35 Hunden, von denen der arme junge Mann Aktäon bei Ovid zerfleischt wird) oder „Diana, Argos und Io“. Selbstverständlich durfte aber auch nicht eine Auseinandersetzung mit Rubens' berühmtem Bild des sterbenden Seneca fehlen – hier diskutierten wir Wesentliches der stoischen Philosophie. In Albrecht Altdorfers Gemälde zur Alexanderschlacht gaben wir es nach einigen Versuchen schließlich auf, die abertausend unglaublich detailliert gemalten Krieger zu zählen. Für alle ein besonderer Höhepunkt war zum Abschluss der Führung die Betrachtung des Original-Dürer-„Selbstbildnis“ (inklusive einer Übersetzung der lateinischen Inschrift). Nach einem kurzen Abstecher zum Königsplatz, auf dem die Nachahmung der griechischen und römischen Antike in der Architektur zu bewundern ist, und in Münchens Fußgängerzone machten wir uns voller neuer Eindrücke wieder auf den Heimweg in Richtung Nürnberg.


Wie lebten die Römer?

  

Mit dieser Frage beschäftigte sich unsere Klasse, die 7b, unter Begleitung von Frau Tiedtke und Frau Büttner kurz vor Weihnachten in einem Workshop im Germanischen Nationalmuseum. Zuerst wurde uns erklärt, welche Gebiete insgesamt von den Römern besetzt waren. Dann bekamen wir den Aufbau einer villa rustica und eines römischen Lagers erklärt und konnten anschließend mit Rechercheaufträgen fast wie Archäologen selbst forschen. Wir lernten z.B., wie die Römer sich gereinigt haben, welchen Schmuck sie trugen und welche Waffen sie zu welchen Zeiten verwendeten. Auch über das Kochen und die Totenfeiern erfuhren wir einiges. Zudem lernten wir die verschiedenen Münzen und Währungen kennen. Außerdem wissen wir jetzt auch, welche Helme die Römer trugen und welche Rüstung man – je nach militärischem Rang – tragen durfte. Zum Schluss wickelten wir uns noch in eine Toga und erfuhren dadurch, dass das ein ziemlich aufwändiger Vorgang war.

Uns allen hat diese Exkursion sehr viel Spaß gemacht und ganz nebenbei haben wir auch noch eine Menge gelernt!

Paul Koch, 7b


30.11.2017

Roma, che bella!

Fahrt mit den Berger-StipendiatInnen nach Rom vom 1.11. - 5.11.2017

 

1.11.2017

Nach einer Anreise, die einer kleinen Weltreise gleicht, kommen wir nachmittags am Flughafen Roms an – und erleben gleich an der Abfahrtstation des Busses Richtung Zentrum die italienische Wirklichkeit, die sich ganz gelassen zu gebuchten Tickets und Abfahrtszeiten verhält. Nach der Busfahrt ist es nur ein kurzer Fußmarsch zum Hotel, in dem wir uns aber nicht lange aufhalten, um endlich die schönste Stadt der Welt zu erkunden – die Hand stets weit ausgestreckt über stark befahrene Straßen gehalten, um die Autos wie von Geisterhand zu stoppen, von all den Eindrücken in den Bann gezogen: immer wieder eröffnet sich ein Blick durch kleine Gässchen aufs Kolosseum, laufen wir an zahllosen kleinen Plätzen vorbei, auf denen das italienische Leben tobt, wundern uns über Stoßstange an Stoßstange geparkte Autos. Als wir schließlich schon in der Dunkelheit vor dem beleuchteten Kolosseum ankommen, müssen erst einmal zahllose Bilder gemacht werden, bevor wir weiter am Forum Romanum und den Kaiserforen vorbeischlendern, einen Wettlauf die vielen Stufen hinauf zu Santa Maria di Campidoglio veranstalten, um dann den Blick hinüber zur Kuppel des Petersdoms zu genießen. Anschließend geht es weiter, vorbei am Marcellus-Theater, hinüber auf die Tiberinsel und dann schließlich durch das noch relativ ursprüngliche, quirlige Viertel Trastevere, wo wir uns schließlich für eine Osteria entscheiden und über einige Irrwege von „la mamma“ in einen wunderschönen Gastraum geführt werden, in dem wir die erste (und nicht einzige) Pizza unseres Aufenthalts genießen.

Wie viele Eindrücke bereits für den ersten Tag in Rom!

2.11.2017: „Eine Welt zwar bist du, o Rom (...)!“

Wir erleben an unserem ersten „richtigen“ Tag tatsächlich, dass Rom wirklich eine Welt für sich ist.

Als wir auf den Rängen des Kolosseums stehen und uns nicht nur darüber wundern, wie dieser Bau überlebt hat, sondern auch über all die technischen Finessen: dass man damals in einer Viertelstunde Tausende von Menschen hinein- und hinauslassen konnte, welche Spektakel hier geboten wurden, aber auch darüber, dass sich so viele an dieser unmenschlichen Art der Unterhaltung erfreuen konnten... mithilfe der Referate der StipendiatInnen tauchen wir ein in das Leben von Nero und Agrippina und in den kommenden Tagen an den dazugehörigen Orten noch in die Biographien anderer berühmter antiker Römer wie beispielsweise Cicero oder Caesar, aber auch weniger bekannter wie Cornelia, der Mutter der Gracchen, oder Helena, der Mutter Kaiser Konstantins.

Als wir nachmittags auf den Palatin steigen und staunend die Reste der kaiserlichen Paläste besichtigen oder vor der angeblichen Romulushütte Halt machen und danach von vielen verschiedenen Punkten aus den Blick über die Stadt genießen.

Als wir mit einer kleinen Gruppe noch Santa Maria Maggiore besichtigen, wegen der zahlreichen Mosaiken in goldenes, warmes Licht getaucht, aber am Eingang mit Sicherheitskontrollen und Militär zugestellt.

Diese Welt strengt durchaus ganz schön an. Zum Beispiel beim Laufen – vom Hotel durch die Gassen ins antike Herz der Stadt und wieder zurück – und beim Schlangestehen – vor dem Kolosseum zum Beispiel und in den nächsten Tagen noch ganz besonders lange vor dem Petersdom.

3.11.2017: „Fata viam invenient“ (Das Schicksal findet seinen Weg)

An diesem Tag führt es uns zunächst zum Forum Romanum. Unter immer wieder strömendem Regen besichtigen wir – leider nur von außen – die Kurie, Caesars Grab, die Überreste der rostra, den Vestatempel und das dazugehörige Wohnhaus der Vestalinnen. Mit einem kurzen Auszug aus einer Rede Ciceros unternehmen wir dabei eine kleine Zeitreise direkt vor Ort. Nach einer kurzen Mittagspause geht es durch enge und verschlungene Gässchen in Richtung Pantheon, das wir auch von innen besichtigen und uns über seltsame Verhaltensweisen der anderen Besucher wundern. Nachdem wir Rafaels lateinische Grabinschrift übersetzt haben, trennen sich hier für ein paar Stunden die Wege. Mit einer kleinen Gruppe erkunden wir das Viertel rund um die Piazza Navona und diskutieren in Santa Maria sopra Minerva, der einzigen gotischen Kirche Roms, über Gott und die Welt. Auf der Piazza Navona gibt es dann vor dem Abendessen noch die wohl teuerste heiße Schokolade Roms – aber dafür auf einem der wohl schönsten Plätze, gerade abends. Schließlich sorgen wir noch dafür, dass wir auch wirklich wieder in die schönste Stadt der Welt zurückkommen – mit dem fast schon traditionellen Münzwurf am Trevi-Brunnen.

4.11.2017: „Rom ist eine Welt und man braucht Jahre, um sich nur erst drinnen gewahr zu werden.“

Ohne Abstriche könnte in diesem Satz „Rom“ durch die „Vatikanischen Museen“ ersetzt werden. Zusammen mit gefühlt Tausenden von anderen Touristen schieben wir uns (und werden geschoben) durch die Gänge. Aber wir haben ja Gott sei Dank Irmgard Rahn-Parisi, eine Deutsche, die seit mehr als vierzig Jahren in Rom lebt und uns sehr unterhaltsam sowie informativ an all den Schätzen der Antike hier vorbeiführt: dem Augustus von Prima Porta, der Laokoongruppe, dem Apoll von Belvedere, kolossalen Marmorwannen und -schalen, zahlreichen Büsten und einmalig schönen Gobelins hin bis zur Sixtinischen Kapelle. Hier verabschiedet sie sich von uns und das Pantheon-Erlebnis vom gestrigen Tag wiederholt sich: ein heiliger Ort, der nur als Museum wahrgenommen wird, in dem im Minutenabstand auf Englisch und Italienisch „Ruhe“ in die Massen gebrüllt wird – und dennoch versuchen wir all das auszublenden und bestaunen sprachlos die Fresken und Deckengemälde, die Michelangelo hier geschaffen hat.

Bevor es danach in den Petersdom weitergeht, stärken wir uns mit dem wohl besten Eis der Stadt („Old Bridge“) und einem kleinen Snack. Dann heißt es, sich im Mäuseschritt über den Petersplatz schieben und dabei immer wieder neue Blickwinkel auf Berninis Kolonnaden bekommen, bevor wir – nach der obligatorischen Sicherheitskontrolle – ins Innere dürfen. Das erkundet zu den Klängen von Mozarts Krönungsmesse jeder auf eigene Faust. Zum Abschluss des Tages legen wir noch einen Halt bei der Spanischen Treppe ein, die wir mit müden Füßen erklimmen, und mischen uns hier ins bunte Treiben aus Einheimischen und Touristen, genießen noch einmal den Blick über die Kuppeln der Stadt. Mit einem gemütlichen Abendessen, bei dem wir ziemlich erschöpft Revue passieren lassen, was wir alles in Rom erlebt haben, enden unsere gemeinsamen Tage.

5.11.2017

Eigentlich gar kein richtiger Tag in Rom mehr – das Flugzeug hebt um halb neun morgens von italienischem Boden ab. Aber Rom um diese Tageszeit zu verlassen, hat durchaus auch einen ganz eigenen Reiz: keine lärmenden Touristenmassen, keine unzähligen Straßenverkäufer, die Stadt ist noch einigermaßen sauber. Ziemlich müde, verschlafen und mit vielen Erinnerungen an schöne Erlebnisse fahren wir wieder mit dem Bus zum Flughafen zurück.

Ein großer Dank gilt abschließend Herrn Dr. Gerner und der Berger-Stiftung, die diese Fahrt organisatorisch und finanziell unterstützt und ermöglicht haben. Bedanken möchte ich mich außerdem bei meinen beiden Begleitern, Salome Müller und Johannes Feldmeier, für ihre tolle Unterstützung vor Ort.

Es waren besondere Momente, die mir in diesen Tagen als Lehrerin und Mensch geschenkt worden sind, die vor allem der spürbaren Begeisterung und Dankbarkeit der Schülerinnen und Schüler geschuldet waren. Auch deshalb hoffe ich, dass sich diese Fahrt an unserer Schule in Zukunft etablieren lässt.

Lena Büttner


14.02.2017

Ein Ausflug in die Glyptothek

Am Samstag, den 28.1.2017, fuhr die Klasse 8b mit ihrer Lateinlehrerin Frau Büttner und Frau Tiedtke nach München in die Glyptothek, um die dortige Antikenausstellung zu besichtigen. 

Wir trafen uns bereits am frühen Morgen und fuhren dann mit dem Zug geradewegs nach München. Nach einem kurzen Fußmarsch erreichten wir auch schon ein großes, antikes Gebäude, die Glyptothek. Die Glyptothek ähnelte von außen einem griechischen oder römischen Tempel aus der Antike. Aber auch innen sah alles sehr antik aus. Hohe Decken, ein Innenhof im Freien und lateinische Inschriften zeugten von der Bauweise dieser Zeit. Das Besondere jedoch waren die unzähligen Statuen von Göttern und Portraits von Politikern, welche alle noch in einem herausragendem Zustand waren, obwohl sie teilweise sogar über eintausend Jahre alt sind. Die wichtigsten Statuen und Portraits zeigte uns eine Frau bei einer Führung und erzählte uns die jeweilige Geschichte dazu oder etwas über ihre Hintergründe. Nach dieser Führung durften wir selbstständig durch die Glyptothek laufen und, wenn wir wollten, eine oder mehrere Statuen abzeichnen. Danach machten wir uns auf dem Weg in die Innenstadt von München. Dort wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe ging dann zu einem Monument, um die lateinischen Inschriften zu übersetzen. Das war sehr schwer, da uns viele Vokabeln fehlten oder wir die jeweilige Satzkonstruktion noch nicht gelernt hatten. Nach dem Übersetzen gingen wir wieder zum Hauptbahnhof und fuhren mit dem Zug zurück nach Nürnberg.

   

Der Ausflug war sehr spannend und bereicherte uns alle. Es war wie eine kleine Zeitreise in die Antike.

Intan, 8b

PS: Die von Alissa Tscharnis gefertigte Zeichnung entstand in der Glyptothek.


 

 RÖMISCHE ARCHITEKTUR aus Plastik und Zucker

In der 6. Jahrgangsstufe entsteht das antike Rom im Modell. Wir
erleben eigenwillige Kreationen aus Zucker, Plastik und Phantasie.
Geometrische Strenge beherrscht ein mit Säulen umgrenztes
Wasserbecken, und das Kolosseum passt in beide Zeiten zugleich. Es ist
nicht nur eine künstlerische Abstraktion der originalen Form, sondern
wegen der unebenmäßigen Position der Zuckerwürfel auch ein Zeugnis
der heutigen Ruine.

Fazit: Latein ruht nicht nur im Vokabelheft und in der
Schulgrammatik, sondern steht auch mal auf dem Basteltisch, und da
kommt es von Herzen.

Beschreibung von Frau Kemmeter


 

Unser „Schaufenster der Antike” in der neuen Eingangshalle

 

 


 

Die Fachschaft Latein - einst