Hochbegabtenklasse

Termine für Hochbegabtenklassen 

 

bis spätestens 17.03.17

 

12.00 Uhr, Antrag auf Aufnahme in die neue 5M

27./28.03.17

 

Intelligenz- und Eignungstest

 05./06.04.17

 

Testunterricht

bis spätestens 07.04.17 

 

12.00 Uhr, Anmeldung für Quereinsteiger

27.04.2017 

 

Intelligenz- und Eignungstest für Quereinsteiger 9.30 - 11.00 Uhr

08.-12.05.2017   

Testunterricht in künftiger Klasse (zwei Tage pro Schüler in diesem Zeitraum)

06.07.2017   

Präsentationsabend für alle Hochbegabtenklassen (Arbeiten aus MKU)

 

http://besondersbegabte.alp.dillingen.de

 


Bericht über die Klasse 6m im Klett Themendienst, Ausgabe 57 / Mai 2012

 


 

Die Aufgabe einer besonderen Begabungsförderung lässt sich ableiten...

    • ...aus der Erkenntnis, dass die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen in entscheidendem Maße von den Möglichkeiten abhängt, wie und wo sie ihre eigenen Potentiale einbringen und ausbauen können.

    • ...aus der Erfahrung, dass bei einer möglichst optimalen Passung von Leistungsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler und Bildungsangeboten die Lernfreude und Zufriedenheit des Einzelnen steigt, was wiederum leistungssteigernde Effekte zur Folge hat.

    • ...aus der gesellschaftlichen Notwendigkeit, die Ressourcen der einzelnen Menschen für das Gesamtwohl zur Entfaltung zu bringen.

 


 

Voraussetzungen für die Aufnahme in die Hochbegabtenklasse


Dem Aufnahmeverfahren liegt zugrunde das praxisorientierte Begabungsmodell von Renzulli (1986), bei dem neben einen überragenden IQ-Wert auch hohe Motivation und Lern- und Leistungsbereitschaft sowie Kreativität treten müssen:

Demzufolge sind mehrere Schritte erforderlich um festzustellen, ob Ihr Kind geeignet ist, in diese Förderklasse für Hochbegabte aufgenommen zu werden:

Eignung für das Gymnasium generell ist Voraussetzung.

Nachweis der besonderen Begabung und Lernmotivation

  • IQ-Test

Nach IQ - Test wird anhand der vorliegenden Unterlagen und des IQ-Testergebnisses und evtl. weiterer vorliegender Gutachten eine Vorentscheidung getroffen, welche Kinder zum Testunterricht zugelassen werden.

 

  • Testunterricht
    - Kennenlernteil
    - Deutschstunde (Doppelstunde)
    - Mathematikstunde (Doppelstunde)

    Wir beobachten:
    - Arbeitsverhalten
    - kognitives Verhalten und Leistungsbereitschaft
    - sozio-emotionales Verhalten
    - psycho-physische Belastbarkeit

  • ggf. weitere Tests / Gespräche

Über die Aufnahme entscheidet gemäß GSO §30 der Schulleiter. Ein Recht auf Aufnahme besteht nicht.

 


 

Antrag auf Aufnahme in die Hochbegabtenklasse

Welche Unterlagen sind für den Antrag auf Aufnahme notwendig?

  • Leistungsmitteilung der 4. Klasse und Jahreszeugnis der 3. Klasse
  • Geburtsurkunde, ggf. Sorgerechtsnachweis
  • evtl. vorhandene Gutachten zur Feststellung der Hochbegabung
  • Überspringer: Stellungnahme der Grundschule zu intellektueller, körperlicher und sozialer Reife (nur wenn die 4. Klasse übersprungen wird)
  • ggf. Hinweise auf zusätzliche Qualifikationen musikalischer, künstlerisch-gestalterischer, sportlicher oder sozialer Art aus dem außerschulischen Bereich

Was geschieht bei Nicht-Aufnahme?

Das Aufnahmeverfahren am Dürer-Gymnasium wird rechtzeitig vor dem allgemeinen Anmeldetermin abgeschlossen sein, sodass Sie Ihr Kind ggf. regulär anmelden können.

 


 

Quereinsteiger in höhere Jahrgangsstufen

  • Der Wechsel in die Hochbegabtenklasse ist nur zu Beginn des nachfolgenden Schuljahres möglich. Es wird ebenfalls ein Testverfahren durchgeführt, das einen IQ-Test und Beobachtungen im Unterricht beinhaltet.
  • Beim Antrag auf Aufnahme legen Sie bitte vor: das aktuelle Zwischenzeugnis sowie das letzte Jahreszeugnis und ggf. vorhandene Gutachten. Des Weiteren muss ein Gutachten des Gymnasiums, das die Schülerin bzw. der Schüler bisher besucht, beigefügt werden (Gesichtspunkte: Arbeitsverhalten, Motivation, Lernfähigkeit, Kreativität, emotionale Stabilität und Sozialverhalten).

 


 

Ausbildungskonzept

Die Hochbegabtenklasse unterliegt den schulrechtlichen Bestimmungen bezüglich Stundentafel, Lehrplan und Leistungserhebungen. Die Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, zwischen den beiden Ausbildungsrichtungen NTG und SG zu wählen.
Da es sich um eine Hochbegabtenklasse handelt, bestehen aber Freiräume in der Ausgestaltung der vorgegebenen Rahmenbedingungen.

Integration:

Um die Integration Ihrer Kinder in die Schulgemeinschaft ohne Probleme zu ermöglichen, wird der Unterricht in Religion und Sport auf jeden Fall zusammen mit Schülern anderer Klassen stattfinden. Der erste Wandertag, der Schullandheimaufenthalt und die Skilager werden zusammen mit anderen Klassen gestaltet.
Gemeinsamer Unterricht findet auch in den Wahlfächern (z.B. Chor) statt.

 

Konzept Hochbegabtenklasse ab 2012/13
(Stand Mai 2016)

Ziel des Modellkonzepts ist eine möglichst optimale Förderung und Lernbegleitung von Kindern mit besonderen Begabungen. Der Unterricht wird mehr individualisiert, um den Kindern mit ihren jeweils unterschiedlichen Begabungsfacetten gerecht zu werden. Gleichzeitig versuchen wir die Verantwortung der Schülerinnen und Schüler für ihr Lernen im schulischen Alltag zu stärken (Personalisierung). Die methodische Umsetzung bedarf geeigneter Lernformen, deren Ausprobieren und Bewerten dazu beitragen sollen, das Konzept im Fluss, also entwicklungs- und verbesserungsfähig zu halten.

Von den Kindern wird schulisches Engagement in höherem Maß gefordert, da an die Stelle von Wiederholungen Zusatzangebote (Enrichment) treten und in den Unterrichtsstunden Vertiefungen und Erweiterungen möglich sind. Eine Verdichtung des Unterrichts (Compacting) ist im Fach Deutsch in den Jahrgangsstufen 5 und 6 in geringem Umfang vorgesehen.

Wie in den Regelklassen muss im Laufe der 5. Klasse die 2. Fremdsprache gewählt werden. Im Laufe der 7. Klasse steht die Entscheidung an, ob ab der 8. Klasse die naturwissenschaftlich-technologische Ausbildungsrichtung mit verstärktem naturwissenschaftlichen und Informatikunterricht oder die sprachliche Ausbildungsrichtung mit der 3. Fremdsprache Spanisch besucht werden soll.

Allgemeine Maßnahmen:

  • In der Unterstufe (5. – 7. Kl.) wird den Schülern ein Lernmentor zur Seite gestellt.
  • 5. - 7. Kl.: Bei Bedarf werden die Hausaufgaben an einem Nachmittag (13.00 -14.00 Uhr) verpflichtend in der Schule mit Betreuung durch ältere Schüler des Hochbegabtenzuges durchgeführt.
  • Bei schlechten oder absinkenden Leistungen wird der Schüler ab der 8. Kl. zu einem Beratungsgespräch verpflichtet. Die Eltern werden zu diesem Gespräch eingeladen.
  • In den Klassen 9 und 10 werden in den Fächern Deutsch, Biologie und Geschichte nach einem eigenen Konzept Phasen selbstständigen Lernens durchgeführt.
  • Projekttage werden eingesetzt, um spezielle Themen in den einzelnen Jahrgangsstufen besprechen oder vertiefen zu können.1
  • Gegen Ende des Schuljahres findet ein Präsentationstag statt, an dem besondere Leistungen und Produkte v.a. aus dem Projektfach vorgestellt werden.

 

Die Wochenstundenzahlen im nachfolgenden Unterrichtskonzept weichen nur geringfügig von den Wochenstundenzahlen der Regelklassen ab.

Klasse 5 6
Projektfach (Pflicht) Mensch-Kultur-Umwelt2 (2 WoStd.) Mensch-Kultur-Umwelt2 (2 WoStd.)
Additum (Pflicht)

Personal-Sozialkompetenz "PeSo" (1 WoStd.)

("Lernen lernen" ist den Kernfächern zugeordnet)
Englisch-Konversation als Vorbereitung auf den bilingualen Unterricht3 (1 WoStd.)
Compacting Kreatives Schreiben ist im Fach Deutsch integriert Kreatives Schreiben ist im Fach Deutsch integriert
Wochenstunden 32 33

 

Klasse 7 8
Projektfach (Pflicht) Mensch-Kultur-Umwelt2 (2 WoStd.) Mensch-Kultur-Umwelt2 (2 WoStd.)
Additum (Pflicht)

Bilingualer Unterricht in einem Sachfach3

(1 WoStd.)

Bilingualer Unterricht in einem Sachfach3

(1 WoStd.; statt 1 Profilstd. Ph od. C im NTG)

Wochenstunden 33 NTG 34 / SG 35

 

Klasse 9 10
Projektfach (Pflicht) Mensch-Kultur-Umwelt2 (2 WoStd.) Mensch-Kultur-Umwelt2 (2 WoStd.)
Additum (Pflicht) Bilingualer Unterricht: 1 Std. Geschichte in englischer Sprache Bilingualer Unterricht: 1 Std. Geografie in englischer Sprache
Wochenstunden 36 36

 

 

1Festgelegte Projekttage (weitere Projekttage sind möglich)

mit einwöchigem, ganztägigem Praktikum bei der Firma DATEV

 

5. Kl.: Projektmanagement Modul I: Präsentation ohne EDV

6. Kl.: Projektmanagement Modul II: Präsentation mit EDV; Projektplanung

7. Kl.: Projektmanagement Modul III: Meilensteine, Zeitplanung, Arbeitsteilung und Verbindlichkeit

8. Kl.: Projektmanagement Modul IV: Qualitäts- und Risikomanagement

9. Kl.: Projektmanagement Modul V: Qualitätsstandards, Fundraising, Expertenakquise

10. Kl.: Schülerfirma als Gesamtprojekt (siehe Projektfach 10. Klasse)

 

2 Gemäß Art. 131 der Bayerischen Verfassung gehört zu den obersten Bildungs- und Erziehungszielen, die für Gymnasien verpflichtend sind, u.a. die Erziehung „in der Liebe zur bayerischen Heimat“. Um dieses Ziel noch stärker als bisher in den Focus der Bildungs- und Erziehungsarbeit der Schule bei den Modellklassen für Hochbegabte zu rücken, wird das Projektfach Mensch-Kultur-Umwelt unter das Leitthema „Bayern“ gestellt.

Anhand eines übergreifenden Jahresthemas werden unterschiedliche Unterthemen fächerübergreifend in Form der Projektarbeit behandelt; pro Doppelstunde ist eine Stunde praktisches Arbeiten vorgesehen. Je nach Projekt wird vom Schüler ein Portfolio und/oder ein Produkt (z.B. Modell, Poster, Präsentation, schriftliche Arbeit) gefordert.

Für den Unterricht sind zwei Lehrkräfte unterschiedlicher Fachschaften vorgesehen. Das Fach erscheint mit eigener Note im Zeugnis.

5. Kl.: Kommunikation - mögl. Inhalte: Entwicklung der Schrift/erste bayerische Schriftdokumente; Pantomime und Sprechtheater; Signale in Mobilitätssystemen (Binnenschifffahrt, Bahn, Straßenverkehr); Kommunikation im Tier- und Pflanzenreich; Blindenschrift, Gebärden- und Körpersprache

6. Kl.: Alltagskultur einst und jetzt - mögl. Inhalte: Kleidungsstile und Trachten; Materialien und Ernährung im Alltag einschließlich Experimenten (z.B. Materialanalyse, Nahrungsanalytik); Lebensstil und ökologischer Fußabdruck; Freizeitverhalten

7. Kl.: Forschung einst und jetzt - mögl. Inhalte: z.B. wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse, v.a. experimenteller Natur, Entwicklung unterschiedlicher Wissenschaftszweige; historische Theorien

8. Kl.: Franken - unsere Heimat -  mögl. Inhalte: z.B. "Was ist fränkisch?", Brauchtum; Lebens- und Wirtschaftsraum (z.B. Sport, Firmen, Forschung); globale Vernetzung; berühmte Franken

9. Kl.: Verantwortung  - mit verpflichtendem Praktikum (unter Verwendung der Dürer-Stustunden) mögl. Inhalte: z.B. persönliche, soziale und wirtschaftliche Verantwortung, gegenüber der Umwelt usw.

10 Kl.: Wirtschaftsstrukturen – Schülerfirma - verpflichtende Inhalte: Durchführung des Gesamtprojekts Schülerfirma; weitere mögl. Inhalte: Wirtschaftsstrukturen in Bayern; Problemfeld Ökonomie/Ökologie; Arbeitsbedingungen weltweit; Design; Vertriebsstrukturen

3 Die bilinguale Ausbildung wird am Ende der 10. Kl. durch ein Testat bestätigt.

4 Verpflichtung zu sozialer Tätigkeit; kann auf Antrag auch außerhalb der Schule abgeleistet werden.

 

Oberstufe 11./12. Klasse

Die Schüler/innen werden allenfalls in einzelnen Kursen noch getrennt unterrichtet. Sie wählen nach den für alle verpflichtenden Regeln ihre Kurse und Abiturfächer. Weiteres Enrichment kann in Form von Wahlkursen erfolgen; ggf. individuelle Förderung durch Zusammenarbeit mit den Hochschulen.

In der Oberstufe sollen Lernarbeitskreise (Lern-AKs) eingerichtet werden, bei denen die Schüler/innen der ehemaligen Modellklassen den Vorsitz übernehmen (Fortführung Dürerstunden) und so ihre Kenntnisse und Fähigkeiten auch den anderen zur Verfügung stellen.

 


 

Hochbegabtenpädagogik

1. Lernmentoren in der Unterstufe

Jedem Schüler wird in der Unterstufe ein Kontaktlehrer als Lernmentor zugeordnet als erster Ansprechpartner bei Problemen und Konflikten. Der Kontaktlehrer steht in einer eigens eingerichteten Mentorstunde für Gespräche zur Verfügung. Dies ermöglicht das Finden individueller Lösungen bei Problemen und fördert die Persönlichkeitsentwicklung des Schülers.
Die Grundlagen für die Mentor-Gespräche werden im Unterricht'Training personaler und sozialer Kompetenzen' erarbeitet.

2. Unterrichtsmethodik

Aufgrund der besonderen Begabung Ihrer Kinder sowie der geringen Schülerzahl in der Klasse wird sich die Methodik von der der Normalklassen unterscheiden. Mögliche Unterschiede zu Normalklassen bzw. methodische Besonderheiten sind im Folgenden stichpunktartig aufgelistet:

  • evtl. höheres Anforderungsniveau

    - mehr Stoff pro Stunde möglich
    - tieferes Durchdringen möglich
    - mehr Transfer und Problemlösung
    - mehr Fächer übergreifende Aspekte
    - Jahrgangsstufen übergreifende Projekte

  • selbstständiges Arbeiten

    - verstärkt Partner- und Gruppenarbeit
    - mehr Präsentationsmöglichkeiten durch Schüler
    - mehr Arbeitsaufträge, eigene Materialsuche usw.
    - stärkere Einbeziehung moderner Medien
    - selbstgesteuertes Lernen in Projekten

  • Öffnung nach außen

    - Lernen vor Ort (außerhalb des Klassenzimmers)
    - Einladen externer Spezialisten

  • evtl. Teilnahme an Wettbewerben

3. Projektfach als begabungsgerechtes Lernangebot

 

 


  

Organisationsstrukturen

Leitung: Schulleiter (OStD Hauenstein), Stellv. Schulleiter (StD Dr. Schminke), Schulpsychologin (StDin Aigner-Rubach), Projektkoordinatorin (OStRin Kramer; ab 01.08.16 OStRin Schlögl)

Klassenteam: Fachlehrer der Klasse

Beratung v.a. didaktisch-methodischer Fragen, Diskussion von Problemen, Feststellung notwendiger Fortbildungen

Klassenleiter: ein Kernfachlehrer

übernimmt die klassischen Aufgaben des Klassenleiters und organisiert die Treffen des Klassenteams

Mentor: Lehrkraft, die nicht in der Klasse unterrichtet

übernimmt Beratungs- und Förderaufgaben

Klassenelternsprecher: von den Eltern gewählter Vertreter der Klasseneltern

vertritt die Interessen der Klasseneltern, organisiert die Elterntreffen, hält Kontakt zum Klassenleiter

Die Gymnasien in Bayern, die einen Modellzug anbieten (pro Regierungsbezirk eine Schule), stehen in regelmäßigem Erfahrungsaustausch. Ebenso bestehen Kontakte zu Gymnasien in Baden-Württemberg. Jedes Jahr werden bei einem zweitägigen Symposium in Schwäbisch Gmünd neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und methodisch-didaktische Erfahrungen diskutiert.

 


 

 

Leistungsnachweise

Generell werden die gleichen Leistungsnachweise gefordert wie in den anderen Klassen.

 


 

 

Kommunikation / Kooperation

Sie als Eltern sind bereits eingebunden in den Organisationsstrukturen.
Darüber hinaus hält es die Schule für notwendig, in ständigem Austausch mit Ihnen zu stehen, um Ihrem Kind gerecht zu werden und das Modellprojekt zu einem Erfolg werden zu lassen.

Um dies zu realisieren, sind über die ohnehin vorhandenen Möglichkeiten (Sprechstunde, Elternsprechabend, Einzelgespräche nach Terminvereinbarung) Klassenkonferenzen (Eltern – Leitung – Klassenlehrer) ein geeignetes Instrument.