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Lyrik im Lockdown

Ein Gedicht-Projekt der Klasse 8m

 

Warum nicht mal Gedichte schreiben und der Pandemie die kreative Schulter zeigen. Die Klasse 8m hat sich - aus Anlass des Wettbewerbs "LYRIX", aber auch, weil es einfach Spaß gemacht hat - Lyriker und ihre Werke zum Vorbild genommen und daraus eigene Texte gemacht. Hier sind einige der Ergebnisse:

März-Thema Lyrix: die zukunft und alles was war

Textvorlage:

 

in meiner klasse 

 

in meiner klasse sitzt der sohn des schweinebauern 
es saßen andere söhne. viele hatten acker, rüben 
eine schwäche für feuerlöschen, oder schreckschuss 
dennoch: die apfelbäume blühten 
die nächte noch kühl 
so auch das bier die mädchen die süßen 
parfum vanille im dunkeln 
die apfelbäume blühten flächen gähnten 
unter niedrigem ersten korn 
die söhne im feuchten gras 
verstanden sich und auch die nacht 
etwas das man umgraben konnte: flächen 
die mädchen die zukunft und alles 
was war. das lachen sollte klingen 
wie das gegenteil von weinen 
das gegenteil von zaghaft oder heulen 
im stroh hinter der scheune. von küssen 
war die rede aber die rede 
schloss keinen von uns ein. 
 
 Anja Kampmann, der hund ist immer hungrig 

 

In meiner Klasse

 

Im Klassenzimmer sitzt niemand mehr 

Alle Stühle sind jetzt leer 

Nur noch die Kaugummis unter den Tischen 

Erinnern an jene, die nun zuhause sitzen 

 

Egal wie schön der Sonnenschein 

Raus gehen ist nicht, jeder muss zuhause sein 

Einmal pro Woche geht man dann doch nach draußen 

Aber nur um ne Packung Klopapier zu kaufen 

 

Bei Maske, Brille und Kopfhörern schwer 

Wollen die Ohren langsam auch nicht mehr 

Und siehst du die Leute außer Haus 

Sehen sie mit Maske alle gleich aus 

 

Hoffentlich hat all das schon bald ein Ende 

Denn momentan starr ich nur Löcher in meine Wände 

Vielleicht in einem Jahr oder zwei 

Ist Corona endlich vorbei 

 Emma Rygl, 8m

 

Ach, wenn sie doch nur blühten

in meiner klasse würde der sohn des schweinebauerns sitzen.

und es würden andere söhne sitzen. viele hätten acker, rüben

eine schwäche für feuerlöschen, oder schreckschuss

allerdings: die apfelbäume haben nie geblüht.

die nächte waren unerträglich heiß

das bier verdorben, mädchen verzogen.

und da träumten wir von süßer vanille

ach, wenn die apfelbäume blühen würden…

söhne im vertrockneten feld

ignorierten sich; hassten die heißen nächte

die unbekannte zukunft und alles was hätte sein sollen.

das lachen klang wie höhnen, hänseln

hinter dem schuppen.

küssen war nie in frage,

und niemand fragte danach.

Ivana Schneider, 8m

 

Aus Ihrer Klasse 

Aus Ihrer Klasse Steht Die Tochter Der Juristin

Es Standen Andere Töchter, Wenige Hatten Acker, Rüben

Keiner Wollte Feuerlöschen, Oder Schreckschuss

Dennoch: Blüht Kein Apfelbaum

Die Tage Wieder Kühl

Doch Nicht Das Bier, Die Jungen Die Süßen

Gestank Vanille Im Hellen

Die Apfelbäume Verwelkten Flächen Platzten

Unter Hohem Schweren Korn

Die Söhne Auf Trockener Erde

Verstanden Nicht Aber auch Die Nacht

Nichts Das Man Glätten Konnte: Flächen

Die Jungen Der Vergangenheit Und Nichts

Das Wird. Das Weinen Sollte Klingen Wie Das Gegenteil von Lachen

Das Gleiche Von Impulsiv oder Grob

Im Stroh Hinter Der Kanzlei. Von Schlagen

War Nie Rede Aber Die Rede

Schloss Keinen Von Uns Ein.

 Moritz Reuter und Felix Kulow, 8m, Die Katze War Nie Hungrig

 

die Zukunft und alles was war

 

Nicht desinfizieren

Oder quarantinieren

Sondern Feste organisieren

Oder sich mit Freunden amüsieren

War einmal und ist nicht mehr

 

Doch wie wird es weiter gehen?

Was wird in der Zukunft geschehen?

Denn, was auch immer Leute sagen

Die Wahrheit bleibt unerkannt

Zwar kann man Wahrsager befragen

Doch die Zukunft liegt nicht auf der Hand

 

Wird es so bleiben wie jetzt?

Oder so sein wie vor einem Jahr?

Vielleicht wird die Zukunft aber auch anders,

Anders als alles was war

Lotte Wimmer, 8m

 

 Zukunft und alles was war  

  

 Es ist schwierig sich zu entscheiden, 

 War es wirklich die Richtige Wahl? 

 denn man möchte Fehler vermeiden 

 Welch eine Qual. 

  

  

Was vergangen ist, ist vergangen 

man kann nichts ändern 

was man einmal angefangen. 

  

 Was die Zukunft noch bringt ist ungewiss 

nur du kannst was draus machen 

Um wirklich zu siegen machst du einen Kompromiss 

einen Kompromiss mit dem Leben, und das Feuer des Lebens entfachen. 

  

  

Du musst die Vergangenheit hinter dir lassen 

Du lebst im Heute, nicht im Gestern 

Und darfst dich nicht zu lange mit deiner Vergangenheit befassen. 

 Helena Bosch und Sophie Peetz, 8m

 

 

in irgendeiner klasse 

 

in irgendeiner klasse sitzt irgendwer  

es saßen andere. viele hatten irgendwas 

eine schwäche für dies, oder das  

dennoch: die apfelbäume blühten  

die nächte noch bier 

irgendwie im dunkeln  

die apfelbäume blühten irgendwas gähnte 

irgendwer im feuchten gras  

verstand irgendwas 

irgendwas: flächen  

irgendwer, irgendwas und alles  

was war. irgendwas sollte klingen  

wie das gegenteil von etwas anderem  

das gegenteil von dies oder das  

im stroh irgendwo. von irgendwas  

war die rede aber die rede  

hat niemand verstanden. 

Erik Dietrich, 8m

 

 

Versenke deinen Kopf nicht im Meer deiner Tränen, 

Sondern nimm ihn hoch, sie deine Gegenwart prägen, 

Und ich kann dir erzählen, es ist nicht richtig zu vergessen, 

Sondern nimm dir lieber Zeit, um deine Fehler zu verbessern. 

 

Deine Vergangenheit macht deine Gegenwart, 

Denke daran, wie leben ist, und nicht wie leben war, 

Schau nach vorne, nicht nach hinten, sonst siehst du nicht, 

Dass nach den dunklen Zeiten immer kommt ein Licht. 

 

Benutz´ deine Vergangenheit zu dem Profit in deinem Präsens, 

Träume deine Zukunft, glaub daran, versuche sie zu leben. 

Weil Träume werden war, du musst nur an sie glauben, 

Und lass dir da von niemandem etwas anderes verkaufen! 

 

Gehe in deinem Tempo, nicht zu langsam, nicht zu eilig, 

Manche Leute dich lieben, und andere einfach neidisch, 

Du kannst nur heute noch was ändern, bevor es noch zu gestern wird, 

Und versuche immer, dass dein Morgen besser als heute wird. 

 

 Sei nicht heute besser, als du gestern warst, sondern mache dein Morgen besser als dein Gestern, mit deinem Heute. 

 Daniel Pahi, 8m

 

 In meiner klasse  

 

Es ist nichts los  

Es ist Corona  

Keiner ist in der schule 

Niemand trifft sich draußen auf den feuchten wiesen 

Allen ist langweilig 

Alle wollen in die schule 

Außer der von der antifa 

Niemand hat lust auf konferenzen 

Nichtmal die lehrer 

 Daniel Schaub, 8m

 

 

In meiner Klasse mit Corona 

 

in meiner klasse sitzt kein sohn des schweinebauern 

und wenn, dann auch nur mit abstand 

man trifft sich auch nicht im feld 

wegen der ausgangssperre 

küssen mit masken? 

auch nicht so einfach 

desinfektionsmittel statt parfum 

 Lorenz Eckert, 8m

 

Thema: Was ist Lyrik?

 

Ein Gedicht ist ein seltsam Ding

Mit einem nur mühevoll verständlichen Sinn.

Es reimt sich meistens,

doch eigentlich muss es das nicht.

 

Eigentlich kann man sagen, was man will:

Solange es hat des Kritikers Gunst

Ist es Kunst.

Konstantin Stapf, 8m

 

Schreiben zu Versen:

Hier: Die Stille sickert leis durch Türenritzen.

Durch meine Stube kriecht die Einsamkeit

Mascha Kaléko, Einsamer Abend

 

Die Öde meines Lebens

 

Die Stille sickert leis durch Türritzen.

Durch meine Stube kriecht die Einsamkeit.

Frustrierende Ruhe breitet sich in mir aus.

Im unangenehmen Schweigen verharrend.

 

Ein bedrücktes ‘Lebwohl’ staut sich in der Luft.

Es pfeift ein Hauch Vergessenheit.

Schuldgefühle murmeln durch den Raum.

Überwältigt von meinem entvölkerten Leben.

 

Ein bedeutungsloser Drang zum Machen.

Sehnsucht nach vergangener Wärme.

Abgeschieden wie eine verlorene Socke.

Ein ewiges Warten in Hoffnungslosigkeit.

 

Ivana Schneider, 8m

 

 

 

Gegen die Lockdown-Langeweile:

Spiele für Jederfrau und Jedermann der Klasse 6m

Die aktuelle Zeit stellt uns alle vor große Herausforderungen – umso wichtiger ist es, ab und an auch in den eigenen vier Wänden dem Alltag entfliehen und durch eine humorvoll verbrachte Zeit wieder etwas Kraft tanken zu können. Die Klasse 6m hat sich in einem zweiwöchigen Projekt im Online-Unterricht Deutsch (Themengebiet: Vorgangsbeschreibung) Gedanken gemacht, wie sie der Schulfamilie des Dürer-Gymnasiums aufheiternde und erheiternde Momente bescheren kann. Entstanden sind fünf Spiele in Eigenkreation, für die eine schlichte Haushaltsausstattung reicht – manchmal sogar noch weniger!

Wir würden uns freuen, wenn die eine oder der andere Lust an unseren Spielen findet!

 

Die Klasse 6m (Deutschlehrkraft: StRin L. Büttner)

 

Und hier die Spieleanleitungen:

1. Würfelglück

2. Reisweitspucken

3. Löffel vs. Gabel

4. Kugelschreiberraten

5. Flummikorb

6. Dankbares Dutzend

 

 

Kochbuch der Klasse 6d

Auch in den Zeiten von Corona kann es erfolgreiche Projekte der Zusammenarbeit geben - so wie dieses hier, das einem das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt: Die Klasse 6d hat im vergangenen Schuljahr im Rahmen der Vorgangsbeschreibung im Fach Deutsch Rezepte erstellt und dabei nicht nur gelernt, wie man Rezepte erstellt, sondern auch ein eigenes Kochbuch zusammengestellt, das wir nun auf der Homepage präsentieren dürfen. Also lassen Sie sichs schmecken!

 

 

 

Expressionistische Gedichte - heute!

Dass auch in der Q12 trotz immer näher rückendem Abitur Platz für eine kreative sowie aktuelle Auseinandersetzung mit literarischen Epochen und ihren Motiven bleibt, beweisen diese drei Gedichte. Sie sind allesamt im Anschluss an die Auseinandersetzung mit zentralen Texten des Expressionismus – Heyms Gedicht „Die Stadt“, Wolfensteins Gedicht „Dämmerung“ sowie van Hoddis‘ „Weltende“ – entstanden:

Jonas Raum – Die Stadt

Man wird gebor‘n in einer Welt, nur als Teil der grauen Masse 

Die genau analysiert wird, um sie weiter zu anzupassen 

Von Anfang an darauf trainiert Befehle zu erlangen

Nur das Fußvolk der Elite, sie sind lebenslang gefangen

 

Nach den sechs Jahren Freiheit ist der Rest deiner Jugend

Voller Tests und Vergleiche, um dich fest einzustufen 

Wir sind Nummern im System, die sich anzupassen haben

Fern von Kreativität und Charaktereigenschaften 

 

Jeder Tag verläuft nach Plan, keine neuen Phänomene

Keine Treffen in der Bar, keine Freude an dem Leben

Aus dem Alltag sind wir einfach keinen Widerstand gewohnt

Denn die durchschnittlichen Menschen schwimmen lieber mit dem Strom 

 

In den Medien wird erstrebenswerter Durchschnitt präsentiert

Wenn du diesen etablierst, kann dir niemals was passiern 

In der Reihe bleiben, leise sitzen, jeden kontrollieren

Alles Maßnahmen um uns in das System zu integriern 

                                

Durch Macht und Wohlstand werden ihre Weichen gestellt

Es geht um Hightech und Geld auf ihrem Highway to Hell

Doch bist du einfach du selbst werden Grenzen aufgezogen

Wegen Normen der Gesellschaft führt der Weg zum Psychologen 

 

Keine farbenfrohen Zeiten, wenn man Instabilder liket

Wirkt das eigene Privatleben auf einmal schwarz und weiß

Social Media raubt den meisten Menschen Lebensenergie

Wir war‘n noch nie so gut verbunden doch sind einsam wie noch nie 

 

Neben Straßen gibt es neuerdings zu Hauf neue Häuser

Graue Seelen graue Wände auf der Baustelle Deutschland 

Diese Welt, eine Stadt voller Hetzte und Hass

Keine Menschlichkeit bei uns ist nur das Geld an der Macht

 

Was zu ändern wäre einfach, doch der Mensch ist zu träge

Statt sich zu wehren bevorzugen sie dann doch lieber die Flucht in die Leere 

Wegen mangelnder Erziehung, die ihn in den Wohlstand treibt

Lebt der Mensch in ei‘m Palast, in dem die Sonne niemals scheint. 

 

 

Finn Sanders: Sonnenhöchststand

 

Ein dicker Junge hängt in dem Netz.

Der Wind fegt Müll durch den hektischen Hafen

Der Himmel sieht müde aus und gehetzt,

Als hätte er lang nicht mehr geschlafen.

 

Auf alte Decken unsanft gebettet

Und grantelnd stehen in der Stadt zwei Arme.

Ein kleiner Makler hat groß gewettet

Ein Scooter übersieht eine Dame

 

In einem Büro harrt ein dürrer Mann.

Eine Kleine will sich Gucci  kaufen.

Ein brauner Mann kleidet sich Stiefel an.

Ein lautes Horn erschrickt und Autos raufen.

 

Manuel Nagel: Weltende

Die Zeit zum Handeln ist gekommen.

Krieg und Katastrophe stehen bevor.

Geht es so weiter, steigt Greta weiter empor.

Die Info hat Jedermann dem Zwitschern entnommen.

 

Politische Politiker sind am Politisieren,

Unsere Umwelt ist in akuter Gefahr,

der weltweite Weltuntergang stand vor uns ganz nah,

die blöde Bevölkerung beginnt zu realisieren.

 

Und doch am Bildschirm monströse Mengen schwarzer Schrift,

launische Leute dauernd am Display,

kaum wer benutzt heute noch den Stift,

doch zum Abschalten -es scheint so- sei das alles okay.

 

Menschen nutzen das Handy zur Kommunikation,

Doch mit was für einem Unterton?

Stress und Streit, Härte und Hitze,

Aggression und Wut finden Menschen glatt spitze.

 

Atombomben gezündet, Kriege

Geführt, um Mächte zu ergreifen.

Dabei nichts wichtiger als Siege.

Dabei keiner den Stolz abzupfeifen.

 

Es wird Zeit Einsicht zu erlangen,

Sinn der Sache ist es nicht, um Leben und Tod zu bangen.

Es wird Zeit viele Dinge zu ändern,

um nicht weiterhin -so- durchs Leben zu schlendern.

 

 

Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen (Goethe)

Eine Exkursion ins Deutsche Literaturarchiv Marbach

Unsere Exkursion in die Schillerstadt Marbach Ende Juli begann wie jeder normale Schultag – die Hälfte kam zu spät, ein Schüler wachte 15 Minuten vor Abfahrt des Zuges auf und Frau Büttner war dem Herzinfarkt nahe. Trotzdem saßen um 8:30 Uhr alle Schüler des Deutschkurses der Q11 voller Vorfreude im Zug in Richtung innerdeutschen Auslands (Baden-Württemberg). Statt sich auf dieser Fahrt mit dem Handy zu beschäftigen, haben wir uns vorbildlich auf die kapitalistische Welt vorbereitet, indem wir akademisch wertvolle Kartenspiele, wie Monopoly Deal, spielten. Nach einem halbstündigen Aufenthalt in Bangkok ähhh… Backnang erreichten wir die literarische Oase. Wir wanderten unter Lukas' Führung mit kurzem Zwischenstopp im Rewe auf die Schillerhöhe.

Dort genossen wir die schattige Parkanlage und warteten auf unsere Führung. Diese begann in einem Raum, der im Gegensatz zu den wüstenähnlichen Verhältnissen im Freien geradezu arktisch war. Eröffnet wurde unser Projekttag mit der Diskussion, was Reisen für uns bedeutet. Um unsere Assoziationen festzuhalten, verfassten wir sehr durchdachte Haikus. Anschließend verglichen wir unsere Gedanken mit denen einiger bedeutender Poeten, wie Eduard Mörike oder Friedrich von Schiller. Dabei erhielten wir mit unserem Guide einen Einblick in die großen Archive des Schiller-Nationalmuseums und des Literaturmuseums der Moderne. Dort haben wir zudem verschiedene Exponate anhand ihres äußeren Erscheinungsbildes analysiert, um Rückschlüsse auf deren Herkunft, Besitzer und Geschichte zu ziehen. Nach den Präsentationen unserer Ergebnisse wandten wir unsere neuen Erkenntnisse an, um erneut Haikus zu verfassen, diesmal aus der Sicht der Schriftsteller. Als abschließende Attraktion bekamen wir den Poesieautomaten von Hans Magnus Enzensberger vorgestellt. Das ist eine Maschine, bei der man durch Drücken eines Buzzers ein individuelles Gedicht generieren kann. Dabei ergab die zufällige Zusammensetzung von Worten keinen direkten Sinn, sondern konnte von jeder Person eigenständig interpretiert werden.

Nach dieser interessanten, aber dennoch mental fordernden Erfahrung bekam unser Ausflug auf der Schillerhöhe bei gemeinsamen Fotos mit dem großen Schillerdenkmal und Entspannung auf der Grünfläche einen gelungenen Abschluss. Um noch einmal eine Schippe draufzulegen und nicht nur den erfolgreichen Tag, sondern auch ein fantastisches Schuljahr perfekt abzurunden, gab Frau Büttner dem gesamten Kurs eine Kugel Eis aus und überforderte den Eisverkäufer mit einer großen Bestellung. Noch viel nötiger wäre diese Abkühlung allerdings auf unserer Rückfahrt im Zug gewesen, der einem Fegefeuer glich. Da es keine Klimaanlage oder ein offenes Fenster gab, spürte man jeden einzelnen Schweißtropfen den Körper hinabrinnen, bei einigen Schülern führte die Hitze zur Überforderung bei erneutem Kartenspielen und zu furiosen Beschwerden über die Deutsche Bahn in Form von Impro-Haikus oder sogar beinahe zur Dehydration bis zum Umfallen. Somit waren alle froh, um 19 Uhr endlich wieder den Nürnberger Hauptbahnhof erreicht zu haben. Trotzdem war dieser Tag so ein unvergessliches Erlebnis, sodass wir sogar sieben Wochen nach dem Ausflug allein aus dem Gedächtnis einen Bericht verfassen konnten.

Juliane Drees und Moritz Weber, Q12

 

 

Projekt Bücherboxen

Die Klasse 5m hat ihre Lieblingsbücher mal nicht einfach so vorgestellt, sondern sich für die Präsentation etwas einfallen lassen: eine Bücherbox, die selbst gestaltet werden und mindestens drei Gegenstände enthalten sollte, die mit dem vorgestellten Buch in Verbindung gebracht werden können. Die Ergebnisse können sich sehen lassen - was sie hiermit auch tun... 

               

  

 

Unsere Fachschaft

 

Die Deutsch-Fachschaft 2019/20

 

An dieser Stelle stellen sich auch die einzelnen Mitglieder der Fachschaft vor. Und wie es sich gehört, nicht durch eine einfach Personenbeschreibung, sondern über ihr Lieblingsbuch - gleichzeitig eine Empfehlung für die nächste Ferien- oder Abendlektüre:

 

Qualityland

Marc-Uwe Kling habe ich erst vor fünf Jahren entdeckt. Da hat Manuel das erste Kapitel aus dem ersten Band der Känguru-Chroniken beim Lesewettbwerb der 6. Klassen vorgelesen und es hat mich vom Hocker gehauen, wie und was dieser Sechstklässer da liest! Inzwischen kenne ich alles vom Känguru, aber hier empfehle ich: Qualityland.
Der Roman spielt in einer Zukunft, in der ich sagen müsste, der Roman ist der beste dystopische Roman vom allerbesten Größtkünstler und bestimmt wurde er Dir von The Shop schon geliefert, als Du noch gar nicht wusstest, dass Du ihn lesen willst. Ich hoffe, Du warst der Lieferdrone gegenüber freundlich und hast sie sehr gut bewertet. Freue Dich, dass die Algorithmen der Meinung sind, dass Du Dich für Literatur interessierst – Du bist bestimmt mindestens ein Level 20 Mensch, schätze ich. So wünsch ich Dir beim Lesen sehr viel Freude und intensivste Einsichten.

Von Susanne Auszubildende.

 

Der Name der Rose

 

Ja, schon klar, der gute alte Eco wieder. Seit Jahren steht der Roman bei mir auf Platz eins und zugegebenermaßen ist das natürlich kein Stoff für die Unter- oder Mittelstufe. Aber darum geht es mir gar nicht. Denn in dieser Geschichte findet jeder etwas Faszinierendes: eine Kriminalgeschichte, einen Mittelalterschinken, eine philosophische Abhandlung, ein Buch über Sex and Crime, über Sein und Schein und natürlich ein Buch über Bücher und die Frage, welchen Sinn diese haben, wenn man sie in einer labyrinthartigen Bibliothek versteckt. Das nächste Mal - ich verspreche es - findet ihr hier eine Empfehlung für Jüngere. Aber dieses eine Mal noch muss es Eco sein, und William und Adson und all die anderen verschrobenen Mönche, die in ihrer Festungsabtei vor sich hinvegetieren und sich vom Sherlock Holmes des Mittelalters detektivisch analysieren lassen. 

Von Bruder Niklas.

 

George Orwells Roman „Tage in Burma“ gibt einen farbenprächtigen, faszinierenden, aber auch erschreckenden Einblick in Groß Britanniens koloniale Vergangenheit der 20ger Jahre des 20. Jahrhunderts. Der Protagonist Mr. Flory, der für die einheimischen Birmanen viel Verständnis und Sympathie – entgegen der landläufigen Meinung seiner englischen Clubbekanntschaften – aufbringen kann, findet sich innerlich zerrissen und mental isoliert an seinem Dienstort Kyauktada – südlich von Yangon im Ayeyarwaddy-Delta – wieder. Er verliebt sich unglücklich in die junge Elizabeth, die sich weder auf die birmanische Kultur noch auf die geistreichen Gespräche mit Mr. Flory einlassen kann. Sein einziger Freund, der indische Arzt Dr. Veraswami, verachtet von den englischen Clubmitgliedern, kann Flory in seinem Verlangen nach Moral und philosophischen Diskurs eine Schulter bieten.

Orwells Figuren sind ein Schaufenster für die verstörende Denkweise des Imperialismus und lassen den Leser mit dem guten Gewissen zurück, dass sich die Menschheit in der Retrospektive doch weiter entwickelt hat, als man es heutzutage manchmal glauben mag. Ein wirklich facttenreicher Roman, der als Chronik des 20. Jahrhunderts gelesen werden kann.

 

Von Frau Stadler

 

Grundwissen

...gibt es ja nicht mehr. Oder vielmehr geht es um Kompetenzen. Und welche Kompetenzen man in Deutsch braucht, steht bald in den links (s.u.)

 

 

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