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Workshop „Modellbau“ für das P-Seminar „Modellbau in der Geographie“

 

Geographische Modelle oder Prozesse in 3D darstellen – das ist das Ziel des P-Seminars „Modellbau in der Geographie“. Doch wie stellt man das am besten an? Welche Materialien eigenen sich zum Werken und Basteln? Um etwas Licht ins Dunkel zu bringen erhalten die Schülerinnen und Schüler 13.12. 2018 in einem Workshop einen ersten Einblick in die verschiedenen Materialien, die sich für das Bauen von Modellen anbieten. Geleitet wird der Workshop von Frau Nagel, einer Architekturstudentin und Mitarbeiterin bei bmnp-Architekten.

 

In ihrem Vortrag werden unterschiedliche Modellarten angesprochen und die jeweils geeigneten Materialien vorgestellt. Frau Nagel hat zudem einige Probeexemplare mitgebracht, an die sich die Schüler im Nachhinein herantasten können, um ein Gespür für die diversen Texturen zu erlangen. So liegen auf den Tischen finnische Holzpappe, Graupappe, Kapa line,  Styrodur und Styropor bereit. Cutter und Styrocutter helfen beim Zuschneiden.

 

Nach dem Vortrag beginnt die Praxis. Besonders der Gebrauch des Styrocutters erfordert eine nähere Einweisung, doch bald schon wird das Styrodur gekonnt durch den heißen Draht geschoben und erste Modelle entstehen. Doch auch die finnische Holzpappe kommt sogleich in Gebrauch und die Schülerinnen und Schüler entwerfen rudimentäre Stadtmodelle und ein Höhenschichtenmodell von Hawaii.

 

 

Die drei Stunden vergehen wie im Flug und am Ende überwiegt die Euphorie nun endlich die eigenen geographischen Modelle zu erstellen. Die Fachschaft Geographie darf gespannt auf die Ergebnisse sein.

 M. Bruchner

 

 

 

Besuch der Freizeit- und Touristikmesse 2019

Was sind die Trends? Wer sind die potenziellen Touristen?

 

Bericht vom Besuch der Freizeit- und Touristikmesse mit dem Q12 Geographiekurs am 01.03.2019

 

Die vom 27.01. bis zum 03.03.2019 stattfindende Messe zog insgesamt 104.900 Besucher zum Messezentrum Nürnberg. Mit Mottos wie „Erholung nah und fern“ und „Caravaning - Alles für die mobile Freizeit“ werden die Tourismus- und Freizeitabteilungen beworben, doch für wen eigentlich?

 

 

 

Dafür müssen wir einen Blick zugehörigen in die Abteilungen der Messe selber werfen. Zum Beispiel: was für Reiseziele werden hier eigentlich beworben?

 

 

Was direkt auffällt ist, dass ein hoher Prozentsatz der Messestände Inlandsreisen anbietet: die herrlichen Alpen, der sanfte Steigerwald oder das Fichtelgebirge. Besonders strukturschwache Regionen haben den Fremdenverkehr als wichtige Säule für Wirtschaft und Arbeitsmarkt erkannt. Etwa die Hälfte aller Anbieter sind auf inländischen oder Binnentourismus spezialisiert. Doch warum ist das so?

Ein kurzer Blick ins Internet genügt, um diesen Trend nachzuvollziehen, genauer gesagt auf eine Pressemitteilung aus Wiesbaden von 2017.Diese Beschreibt einen gewaltigen Zuwachs des Inlandtourismus mit folgender Verteilung:

 

Tatsächlich hat eine Studie des Wirtschaftsministeriums festgestellt, dass der deutsche Inlandstourismus signifikant an Bedeutung gewonnen hat. Anscheinend sind einige Deutsche nicht mehr gewillt auf Komfort wie deutsche Sprache, Internet und kurze Reisezeiten zu verzichten – und dies deckt sich auch mit einer Sparte in den Hallen, welche den meisten Platz einnahm: Der für mobiles Camping.

Es gab eine gewaltige Auswahl an Wohnmobilen und Wohnwägen. Von Preisen von 5.000 bis über 100.000 war alles dabei, was das Dauercamperherz begehrt, und apropos Dauercamper...

In letzter Zeit ist die Zahl der Dauercamper auch stark angestiegen. Viele haben einfach keine Lust mehr, sich jedes Jahr einen neuen Campingplatz auszusuchen, und suchen sich einen aus, um dort ein Stück Fläche zu erhalten und sie jedes Jahr aufs Neue mit einem Wohnwagen oder Wohnmobil zu besiedeln. Tatsächlich konnten wir dies in unserer Familie auch schon feststellen, beim letzten Italienurlaub war ein großer Teil des Campingplatzes unbenutzt und ein Mitarbeiter hat uns erzählt, dass dies ein Problem darstellt, denn Touristen, die nicht da sind, spülen ja auch anderweitig kein Geld in die Kassen.

Alles schön und gut, aber wieso ist das alles so? Warum wird Komfort im Urlaub immer wichtiger im Gegensatz zu dem Erleben?

Ein Faktor ist die immer älter werdende Gesellschaft. Diese ist mit wachsendem Alter logischerweise eher auf Komfort aus als auf das Erleben, und wenn man dazu ein eigenes Wohnmobil oder einen Wohnwagen hat, wird alles noch wohnlicher, und auf Luxus muss erst gar nicht verzichtet werden.

Dass ältere, zahlungskräftige Leute mehr und mehr die Zielgruppe für Tourismus werden, sieht man auch an den anderen Messeangeboten, die zu sich hinlocken: Sportvereine mit Ü-50- Angeboten und Fahrradhändler mit einer großen E-Bike Auswahl sind nur zwei davon, oder gleich der Rentnerkreis der CSU, welcher auf der Messe sehr dazu bereit war, mit uns über die Digitalisierung zu diskutieren.

Was hat mir persönlich als junger Mensch denn gefehlt, wenn ich behaupte, dass wenig für unsere Zielgruppe dabei war? Erstmal mehr Auslandsreisen. Vor allem nach dem Abitur ist die Option, für eine Woche in ein anderes Land zu reisen sehr verlockend, und da sprechen mich Inlandsreisen nicht besonders an. Dazu: sehr wenig zur Einbindung von digitalen Medien – obwohl diese doch das Reisen gerade revolutionieren. Pfad – Apps extra für Motorräder, Einbindung von  Augmented Reality zur Visualisierung von Attraktionen oder Guides, wie die Wallfahrt App für die alle 4 Jahre stattfindende Rom-Wallfahrt?

 Philipp Deppisch, Thomas Gauckler

 

 

 

Herbstexkursion der bayrischen Schulgeographen ins fränkische Seenland am 06. Oktober 2018

 

Um 08:30 Uhr trafen wir – sieben Schülerinnen und Schüler aus den Oberstufenkursen Geographie - uns an einem Samstag mit Herrn Gauckler am Nürnberger Hauptbahnhof, um der Herbstexkursion des Verbands Deutscher Schulgeographen (LV Bayern) zum Thema „Vielfalt des Fränkischen Seenlandes“ beizuwohnen. Nach der kurzen Bahnfahrt nach Pleinfeld spazierten wir vom dortigen Bahnhof aus in den Ortskern, wo wir auf den Rest der Teilnehmer (ca. 10 weitere Geographielehrer aus ganz Bayern) und einen Bus warteten. Die Begeisterung bei den Erwachsenen war groß, dass tatsächlich sieben SchülerInnen mitfuhren.

Der erste Halt war das Informationszentrum Mandlesmühle, eine der wenigen verbleibenden Mühlen um den Brombachsee, die die Ausstellung „Das Fränkische Seenland – Wasser für Franken“ anbietet. Dort bekamen wir einen kurzen Vortrag durch eine eigens für uns angereiste Mitarbeiterin. Die auf zwei Stockwerke verteilte, interaktive Ausstellung informierte mit Filmen, Grafiken, Bildern und leuchtenden Karten über die Entstehung des fränkischen Seenlandes in den 70er Jahren und die anfänglichen Proteste gegen dieses Vorhaben aufgrund des Naturschutzes. Über die Auswirkungen auf die Regionen um und im fränkischen Seenland (z.B. Hochwasserregulation im Altmühltal) wurde ebenso informiert, wie über die Funktion der Seen: Einerseits dienen sie als Tourismus- und (Nah-)Erholungsgebiet, andererseits als Wasserspeicher für den wasserarmen Norden Bayerns. Wir erfuhren, dass der Brombachsee im vergangenen Sommer um circa 11 cm (70 Badewannen pro Sekunde) abgelassen werden musste, um eine ausreichende Wasserversorgung für den Main-Donau-Kanal sowie das Knoblauchsland in Nürnberg sicherzustellen, da eine anherrschende Trockenheit bestand.

Danach folgte eine kurze Busfahrt in die Gemeinde Absberg, wo uns der dortige zweite Bürgermeister mit einem Vortrag über die Entwicklung der Gemeinde von einer Agrargemeinde zum Erholungsort erwartete. Der Vortrag wurde durch eine kurze Begehung des Ortes ergänzt. Interessant zu erfahren war, dass der Tourismus dort saisonal begrenzt ist und sich z.B. Einkaufsmöglichkeiten für Einheimische und Touristen im Ort auf einen durch Ehrenamtliche betriebenen Laden beschränkt, da sich große Ketten aufgrund eines zu hohen Risikos dort nicht ansiedeln wollen.

Anschließend wollten wir eigentlichen weiterfahren, doch leider hatte unser Mini-Bus eine Panne und er sprang nicht mehr an. Alle Versuche, ihn durch Anschieben anzuwerfen, scheiterten. Nun gab es zwei Möglichkeiten: Die hügeligen Straßenverläufe ausnutzen und den Bus auf einer 18%igen Steigung bergabwärts wortwörtlich ins Rollen bringen oder das Mittagessen vorziehen. Letzteres wurde umgesetzt.

Nach einer verlängerten Pause ging es mit einem reparierten Bus und gestärkten Geographie-Begeisterten weiter. Angekommen auf der Vogelinsel im Altmühlsee spazierten wir ein Stück durch den Naturpark, bei dem es sehr viel zu sehen gab. Die unterschiedlichsten Vogelarten, Biberspuren und andere Wassertiere konnten, v.a. von einer Aussichtsplattform, sehr gut beobachtet werden. Laut Angaben des LBV lebt dort sogar ganzjährig ein Adler-Pärchen, welches sich aber leider nicht zeigte.

Anschließend machten wir noch eine kurze Touri-Tour durch Gunzenhausen, die viele nochmal für einen Nachmittagssnack nutzten und bestiegen einen Wachturm.

Erschöpft aber voller neuem Wissen ging es zum letzten Halt der Exkursion, auf einen Hügel in Ramsberg mit einer super Aussicht auf den Brombachsee, seine Nachbarseen und Zuflüsse.

Hier endete die Reise durch das fränkische Seenland mit einem Gruppenfoto und interessanten Gesprächen mit anderen Lehrern aus anderen Schularten und verschiedensten Teilen Bayerns. Wir als Schülergruppe mit Herrn Gauckler, sozusagen als Vertretung der Schule, haben den lehrreichen Tag mit viel Freude verbracht und kamen somit zu einem Q11/Q12-Wandertag!

 

 

 

Biodiversität und Klimawandel in den Anden Ecuadors

 

 

 

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Wissenschaft und Bildung ins Leben gerufenen Projekts Wissenschaftsjahre – Wissenschaftler im Unterricht besuchte am 6.11.2017 der Klimaforscher Dr. Thorsten Peters von der FAU Erlangen unsere Schule und hielt in den Q11-Kursen einen Vortrag über seine Untersuchungen über Klimawandel und die Auswirkungen auf die Biodiversität in einer Andenregion im Süden Ecuadors. Durch die große Klimavariabilität auf engem Raum weist diese innertropische Region eine äußerst hohe Biodiversität auf, die jedoch durch die globale Erwärmung und die zunehmende ackerbauliche Nutzung stark im Abnehmen begriffen ist.

Dr. Peters zeigte anschaulich anhand seiner Messergebnisse, wie der fortschreitende Eintrag von Treibhausgase in die Atmosphäre auch hier einen Wandel und eine Verdrängung der Pflanzengesellschaften auslöst und belegte auch deutlich die anthropogenen Einflüsse auf den Klimawandel.

 

 

Geography of Europe

 

The 7m had a project called "Geography of Europe". After we have learned how plate tectonics work, why there are earthquakes and vulcanoes in certain places and what other kind of natural disaster exist, we started to work in different groups and prepared our own lessons. The lessons and presentations were something really interesting and some of us had lots of fun while preparing their lesson. We had all kinds of different topics, e.g. "Soil in Bavaria", "The midatlantic ridge in Iceland", "Vulcanoes in Itlay" or "Natural disasters in the Alps". The other pupils had the chance to take a look at our wall displays in front of the library.

(Julia Silberman)

 

 


Unsere Fachschaft

Im Schuljahr 2018/19

 


 

Grundwissen und Grundbegriffe

 

5. Jahrgangsstufe

Planeten: Himmelskörper, die um die Sonne kreisen

Atmosphäre: Lufthülle um die Erde, die das Leben ermöglicht

Gradnetz: Gitternetz aus Breitenkreisen und Längenkreisen (Meridianen)

Faltengebirge: Gebirge, das sich durch das Zusammenschieben von Gesteinsschichten auffaltet

Gletscher: Ströme aus Eis, die sich talwärts bewegen

Löss: feiner Gesteinsstaub, der vom Wind transportiert und abgelagert wird

Schichtstufenland: Landschaftsform mit leicht geneigten, treppenartig angeordneten Landflächen

Erosion: Abtragung der Erdoberfläche durch Wasser, Eis oder Wind

Sedimente: Gesteinsmaterial, das an Land und im Meer abgelagert wird

Gezeiten: regelmäßiges Schwanken des Meeresspiegels (Ebbe und Flut)

Intensivlandwirtschaft: durch hohen Arbeits- und Geldaufwand und Technikeinsatz gekennzeichnete Form der Landwirtschaft

City: Kern einer Großstadt mit hoher und dichter Bebauung, vorwiegend mit Geschäfts-, Büro- und Bankgebäuden

 

7. Jahrgangsstufe

Maritimes Klima (Kühle Sommer, milde Winter)

Kontinentales Klima (heiße Sommer, kalte Winter)

Temperaturamplitude (Differenz zwischen wärmstem – kältestem Monat)

Arid (trocken, Verdunstung größer als Niederschlag)

humid (feucht, Niederschlag größer als Verdunstung)

Steigungsregen (Niederschläge, die entstehen, wenn Luftmassen an der Luvseite von Gebirge zum Aufsteigen gezwungen werden)

Golfstrom (Meeresströmung, die warmes Wasser vom Golf von Mexico bis nach Nordeuropa bringt)

Tundra (baumlose Vegetation mit Flechten in Nordeuropa)

borealer Nadelwald (Nadelwald der nördlichen Breiten)

intensive Landwirtschaft (hoher Ertrag/Aufwand pro Hektar)

extensive Landwirtschaft (geringer Aufwand, rentabel nur bei sehr großer Fläche)

Sonderkulturen (intensive Pflege, hoher Arbeitsaufwand à aber hoher Ertrag)

Standortfaktor (Faktor, der die Ansiedelung eines Industriebetriebes begünstigt)

Aktivraum (Ballungsraum, hohes Einkommen, Zuwanderung)

Passivraum (geringes Einkommen, Arbeitslosigkeit, Abwanderung)

Als Grundfertigkeit: Erstellen und Auswerten von Klimadiagrammen

 

8.Jahrgangsstufe

ITC: Tiefdruckzone in Äquatornähe, in der die Passate aufeinander treffen

Zenitalregen: Niederschläge, die kurz nach dem Senkrechtstand (Zenitstand) der Sonne einsetzen und die tropischen Regenzeiten bestimmen.

Tageszeitenklima: Klima, bei dem die Temperaturschwankungen am Tag größer sind als die innerhalb eines Jahres (Tropen)

Fremdlingsfluss: Fluss, der aus einem niederschlagsreichen Gebiet kommt und ein Trockengebiet durchfließt (Bsp. Nil)

Nomadismus: Wirtschaftsweise in Trockengebieten, bei der ganze Stämme oder Familien mit ihren Tieren und ihrem Besitz zwischen den Weideplätzen und Wasserstellen wandern.

Desertifikation: Ausbreitung der Wüste durch menschliche Eingriffe

Cash Crops: Agrarprodukte wie Baumwolle und Bananen, die auf dem Weltmarkt verkauft werden

Plantage: Landwirtschaftlicher Großbetrieb in den Tropen und Subtropen

Metropole: Großstadt, die andere Städte an Größe und Bedeutung deutlich überragt

Push-/Pull-Faktoren: Faktoren, die Migranten aus dem Herkunftsgebiet „abstoßen“ bzw. Erwartungen, die Migranten ins Zielgebiet (Stadt) „ziehen“.

Favela: Elendsviertel am Rand von Großstädten in Lateinamerika

BNE=Bruttonationaleinkommen: die erbrachte wirtschaftliche Leistung eines Landes im In-und Ausland

 

 

10. Jahrgangsstufe

Monsun: jahreszeitlich entgegen gesetzt wehender Wind in Indien

Kaste: stark abgegrenzte soziale Schicht in Indien

Tsunami: japanisch für durch ein untermeerisches Beben ausgelöste Flutwelle

Hurrikan: tropischer Wirbelsturm mir verheerender Wirkung, in Asien Taifun genannt

Tornado: kleinflächiger Wirbelsturm mit extrem hoher Windgeschwindigkeit und Zerstörungswirkung

Slum: heruntergekommenes, ehemals normales Stadtviertel

Intensiv-/Extensivlandwirtschaft: mit hohem/geringem Aufwand pro Flächeneinheit betriebene Landwirtschaft

Permafrostboden: Boden, der ganzjährig zumindest in der Tiefe gefroren bleibt

Segregation: räumliche Trennung verschiedener ethnischer Gruppen


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