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Ausstellung historischer Atlanten

 

In der Glasvitrine am Eingang des Dürer-Gymnasiums sind seit Mitte Februar Landkarten und Bilder aus alten Atlanten zu sehen. Dort gibt es einiges zu entdecken und vieles zu lernen.

 

Geographie ist eine Wissenschaft, die sich einerseits mit uralten Tatsachen befasst, die die Erdgeschichte – und damit Ereignisse vor mehreren Millionen, ja Milliarden Jahren abbildet – aber sie ist ebenfalls das Fach, indem es ständig Veränderungen gibt, die aktuell erfasst und dargestellt werden sollen. Daher ergibt sich aus der Rückschau auf ältere Werke in der Geographie immer wieder die Erkenntnis, dass ein Blick aus der Distanz oder aus einem anderen Blickwinkel wichtig ist.

Selbst der aktuell zugelassene Schulatlas, den wir alle verwenden hat bereits veraltete Informationen, das ist völlig normal, aber ein Atlas, der dreißig, vierzig oder gar hundert Jahre als ist, zeigt uns eben auch, wie die Menschen damals dachten und was sie für wichtig hielten. Heute finden wir manche Betrachtungsweise von damals verachtenswert und mit dem heutigen Wissen auch beschränkt.

Aber viele Atlanten erzählen auch Geschichten, wenn man darin blättert. So sind im Schulatlas aus dem Jahre 1936 auf der Osteuropakarte immer wieder Bleistiftlinien zu sehen und Städte in der heutigen Ukraine und in Polen eingekreist. Pfeile markieren Regionen, die heutigen Schülern unbekannt erscheinen. Hier hat ein Schüler in den Jahren des zweiten Weltkrieges vielleicht vor dem Radio gesessen und hat mit dem Bleistift die Frontverläufe oder die Nachrichten über den Verlust oder die Eroberung von Städten markiert.

Ebenso auffällig ist ein noch älteres Handbuch der Geographie, das auch den nicht so interessierten Laien für die Geographie gewinnen sollte: Dort ist jedes gedruckte Exemplar mit der Hand nachkolloriert worden, d.h. es hat sich jemand hingesetzt und die schwarz-weiß gedruckten Zeichnungen farbig gestaltet, damit es für den Leser attraktiver erscheint.

Ein anderes Ausstellungsstück ist ein sog. Briefmarkenatlas. Er zeigt jeweils das Gültigkeitsgebiet der Postwertzeichen. Er geht dabei auf die noch so kleinen Gebiete ein, die im Jahr 1920 noch unabhängige Postzustellung und damit eigene Briefmarken hatten. Nicht nur Gebiete, wie Korsika oder Sardinien hatten damals diesen Status, sondern auch Gebiete unterschiedlicher Fürsten, so z.B. die Familie der Thurn-und-Taxis, die auch noch zwei unterschiedliche Währungen in Ihrem Herrschaftsgebiet hatten. Für beide gab es unterschiedliche Briefmarken und das ist in diesem Atlas in Form von Karten abgebildet. Die Fürstenfamilie aus Regensburg ist übrigens aus der Geschichte der Post nicht wegzudenken, noch heute stammen die Farben schwarz-gelb bei unserer Post von deren herrschaftlichen Wappen!

 

Erschütternd sind dagegen die Abbildungen verschiedener Rassen in einem Lehrwerk der Geographie aus dem Jahr 1938. Darin versuchen die Nationalsozialisten ihre absurde Vorstellung von einer überlegenen Rasse anhand physiognomischer Merkmale darzulegen.

 

Das der Versuch, auf einer Karte möglichst viel darzustellen unterschiedlich gelöst werden kann, zeigen zwei Beispiele in der Ausstellung ebenfalls: der sog. Taschenatlas aus dem Jahr 1932 hat in millimetergroßer, kaum zu entziffernder Größe, alle Städte und Flussnamen auf eine Karte gepresst, um möglichst Vollständigkeit zu präsentieren, der Bertelsmann-Verlag hat hingegen versucht, durch ein Großformat möglichst viel auf einer Seite unterzubringen.

 

Wenn man in der Geschichte der Atlanten zurückblickt, so gab es Atlanten, deren Seiten ein Format von 5m x 4m erreichten und deren Seiten man nur zu zweit und im stehenden Zustand umblättern konnte. Meist wurden davon nur wenige Exemplare hergestellt und man ist davon wieder abgekommen, da es nicht nur unpraktisch ist, sondern auch dem Normalbürger das Wissen nicht zugänglich macht. Ein solches Exemplar hätte auch nicht in unsere Vitrine gepasst, ist aber im britischen Seefahrtsmuseum in Greenwich zu betrachten.

Auch die Heraldik, also die Wissenschaft der Flaggen ist ein Teilbereich der Geographie und wird in der Ausstellung berücksichtigt. Ein Sammelbuch (das, was heute von Panini oder Attax für die Karten mit Fußballspielern verkauft wird) aus dem Jahr 1954 beinhaltet die Landesflaggen aller europäischen Länder der damaligen Zeit und sogar Sonderflaggen der Post oder des Militärs. Erwerben konnte man diese Sammel-Klebebildchen zusammen mit Zigaretten, die in der Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs in Deutschland über all zu haben waren.

Ein echter Schatz ist das Buch schon deshalb, weil es vollständig gefüllt ist und kein Bildchen fehlt.

 

Besonders interessant ist es, in diesen Werken zu blättern und ständig neues zu entdecken. Eigentlich war diese Ausstellung auch als „Wanderausstellung“ geplant, die zu den Klassen ins Klassenzimmer gekommen wäre. Die Kontaktbeschränkungen des letzten Jahres haben aber eine Ausstellung hinter Glas sinnvoller und sicherer gemacht. Dennoch ist es möglich das ein oder andere Werk unter Aufsicht in die Hand zu nehmen und vorsichtig darin zu blättern.

Es bleibt zu hoffen, das die z.T.  schweren und ehrfurchteinflößenden Bücher in den nächsten Jahren auch den Weg in die Hände der Schülerinnen und Schüler finden.

OStR Christof Ortlieb

 

 

 

 

Klimawandel und Sicherheitspolitik ???

Das Geographie/Physik W-Seminar „Klimawandel?!“ der Q11 befasst sich seit Beginn des Schuljahres mit verschiedensten Aspekten des Themas und hinterfragt diese kritisch.

Der Zusammenhang zwischen Klimawandel und Sicherheitspolitik ist zunächst vielleicht nicht ganz offensichtlich, wir wurden jedoch schnell aufgeklärt.

Hauptmann Marius Alois Erbrich, Jugendoffizier der Bundeswehr im Raum Nordbayern, brachte uns die Thematik in einem sehr anschaulichen, lebhaften und interaktiven Vortrag greifbar nahe – nicht zuletzt deshalb, da er die sehr ernste Thematik durch einige persönliche Erinnerungen, beispielsweise aus seinem Einsatz in Afghanistan 2012, bereicherte.

Um nur ein Beispiel zu nennen: eine wachsende Weltbevölkerung und eine entsprechend steigende Nachfrage nach Nahrungsmitteln verbunden mit einem Anstieg des Meeresspiegels und damit einhergehenden Landverlusten könnten Migrationsbewegungen in Millionenhöhe auslösen. Dieselbe Konsequenz hätten (und haben) Konflikte um Ressourcen wie Nahrungsmittel und Trinkwasser sowie politisch instabile Staaten, in denen Flucht für große Teile der Bevölkerung die einzige Perspektive darstellt.

Hauptmann Erbrich erklärte uns die Wechselwirkungen zwischen klimatischen Veränderungen, deren Ursachen und Auswirkungen sowie denen unseren menschlichen Handelns äußerst detailliert und anschaulich. Trotz der eher düsteren Aussichten gelang es Hauptmann Erbrich auch Zuversicht zu vermitteln und wir möchten uns ganz herzlichen bei den Jugendoffizieren Nordbayern für ihr (kostenloses!) Engagement im Bereich Bildung und Aufklärung der Schüler*innen (und Lehrerinnen) bedanken!

 

 

 

 

Globales Lernen digital – ein Krimi nach dem Escaperoom-Prinzip

 

Die Klassen 8a und 8b besuchten im Rahmen des Geographieunterrichts einen Workshop zum Thema „Rohstoffausbeutung am Beispiel Handy und nachhaltige Alternativen“ in der Villa Leon in Nürnberg.

Zuerst gewannen die Schülerinnen und Schüler durch die anschauliche Posterausstellung „Bergwerk Peru“ einen Eindruck von den sozialen und ökologischen Folgen des Raubbaus in Südamerika. Anschließend durften die Schülerinnen und Schüler selbst auf Entdeckungstour gehen und der Herkunft der Rohstoffe, die für die Handyproduktion notwendig sind, sowie den Folgen der kurzzeitigen Handynutzung auf die Spur kommen.

Das Referat Entwicklung und Politik von Mission EineWelt hat hierfür zusammen mit der Projektstelle E-Learning den Konsumkrimi „Was geschah mit Nora Grün?“ konzipiert, der nach dem Escaperoom-Prinzip funktioniert. Die Schülerinnen und Schüler suchten mit Hilfe von Tablets nach den Ursachen für das Verschwinden von Nora Grün, einer Unternehmerin, die ein faires und nachhaltiges Smartphone auf den Markt bringen möchte. Beim Lösen verschiedener Aufgaben und beim Knacken von Rätseln bzw. Codes stießen die Teilnehmenden auf die meist menschenunwürdigen Abbau- und Produktionsbedingungen sowie umweltzerstörende Praktiken in der Handyproduktion in Ländern wie Argentinien, DR Kongo, Indonesien, China und Peru. Sie lernten spielerisch die ökologischen, sozialen und ökonomischen Zusammenhänge, denen die Produktion von Handys unterliegt, kennen.

Der Themenkreis „Handyproduktion“ eignet sich hervorragend als Themenfeld des Globalen Lernens, da sich insbesondere die jüngere Generation stark mit dem Handy identifiziert und sich das Dilemma der globalen Produktionsketten und internationalen Arbeitsteilung sehr eindrücklich aufzeigen lässt. Die Jugendlichen hatten große Freude beim Lösen des Konsumkrimis, erkannten ihren individuellen Einfluss auf globale Zusammenhänge und wurden motiviert, ihren eigenen Konsum kritisch zu hinterfragen.

 

  

 

 

Perus Rohstoffe als billiges Futter für die europäische Elektroindustrie

Der Q12 Geographie-Kurs von Herrn Gauckler besuchte am 25.01.2020 den Vortrag Bergwerk Peru – Reichtum geht, Armut bleibt von Silvia Bodemer im Rahmen der Lateinamerikawoche in der Villa Leon.

Er zeigte sowohl die sozialen als auch die ökologischen Implikationen der Rohstoffextraktion in Südamerika auf.

 

Silvia Bodemer ist die Koordinatorin der Kampagne „Bergwerk Peru – Reichtum geht, Armut bleibt“. Thema des Vortrages waren die Kupferminen in Peru in Hinblick auf Probleme und Bedingungen vor Ort. Ein Problem sind dabei die Arbeitsbedingungen der Minenarbeiter und auch die Verletzung der Menschenrechte in Peru. Dazu kommen noch Umweltproblem, wie z.B. Wasserverschmutzung ausgelöst von Unfällen in den Kupferminen. Frau Silvia Bodemer hat zur näheren Anschauung der Probleme in Peru zwei peruanische Kupferminen, die sie selbst schon besucht hat, näher beleuchtet. Einmal die Mine von „Las Bambas“ und zu Mine „Tintaya Antapaccay“. Die Minen werden von ausländischen Unternehmen betrieben beispielsweise von Glencore aus der Schweiz. Die schon angesprochenen Probleme von Boden- und Wasserverschmutzung wurden auch getestet und es wurde tatsächlich eine zu hohe Konzentration von Schwermetallen im Boden gefunden. Das wurde auch durch Blut und Urin Proben von Einheimischen bewiesen. Diese Verschmutzung der Umwelt führt oft zu Protesten in Peru. Das führt uns zum nächsten Problem in Peru. Die Militarisierung und Polizeigewalt. 2015 wurden 80 Personen durch Polizeigewalt in Preu getötet und in 55 Fällen warn die Polizisten noch nicht einmal im Dienst. Das liegt daran, dass die Bergwerke oft Kooperationen mit der Polizei haben, wo Polizisten dann als Sicherheitspersonal der Minen fungieren. Durch die steigende Nachfrage an Kupfer werden die Minen ständig vergrößert bzw. neue eröffnet. Dabei kommt es auch zu Umsiedlungen von ganzen Dörfern, den Bewohner wird hier auch die Lebensgrundlage in Form der Landwirtschaft genommen. Allerdings wurden diese Vorfälle von der Vortragenden etwas überspitzt dargestellt, da die Bewohner selbstverständlich Schadenszahlungen von den Unternahmen erhalten und auch neue Häuser. Hier wurde dann auch mit der Verletzung der Menschenrechte argumentiert und mit der Ausbeutung durch die Kupferkonzerne. Wie z.B. Aurubis, der den größten Kupferanteil von Deutschland deckt. Ein weiteres Problem, das angesprochen wurde, war die Lärmbelästigung und die Luftverschmutzung. Verursacht durch ca. 300 LKW, die täglich durch die Wüste und die kleinen Dörfer fahren. Allerdings ist es schwierig die Produktion und damit auch die Probleme zu senken, da Kupfer immer mehr benötigt wird auch aufgrund von stetig neuen Technologien. Wichtig wäre aber zu wissen welches Unternehmen Kupfer aus welchen Minen bezieht, um die Unternehmen auch für Verstöße zur Rechenschaft zu ziehen oder zur Verbesserung zu zwingen. In Hinsicht darauf forderte Silvia Bodemer zu Ende ihres Vortrages die Unternehmen zu mehr Transparenz auf.

 

Victor Ulherr, Q12

 

 

 

 

Workshop „Modellbau“ für das P-Seminar „Modellbau in der Geographie“

 

Geographische Modelle oder Prozesse in 3D darstellen – das ist das Ziel des P-Seminars „Modellbau in der Geographie“. Doch wie stellt man das am besten an? Welche Materialien eigenen sich zum Werken und Basteln? Um etwas Licht ins Dunkel zu bringen erhalten die Schülerinnen und Schüler 13.12. 2018 in einem Workshop einen ersten Einblick in die verschiedenen Materialien, die sich für das Bauen von Modellen anbieten. Geleitet wird der Workshop von Frau Nagel, einer Architekturstudentin und Mitarbeiterin bei bmnp-Architekten.

 

In ihrem Vortrag werden unterschiedliche Modellarten angesprochen und die jeweils geeigneten Materialien vorgestellt. Frau Nagel hat zudem einige Probeexemplare mitgebracht, an die sich die Schüler im Nachhinein herantasten können, um ein Gespür für die diversen Texturen zu erlangen. So liegen auf den Tischen finnische Holzpappe, Graupappe, Kapa line,  Styrodur und Styropor bereit. Cutter und Styrocutter helfen beim Zuschneiden.

 

Nach dem Vortrag beginnt die Praxis. Besonders der Gebrauch des Styrocutters erfordert eine nähere Einweisung, doch bald schon wird das Styrodur gekonnt durch den heißen Draht geschoben und erste Modelle entstehen. Doch auch die finnische Holzpappe kommt sogleich in Gebrauch und die Schülerinnen und Schüler entwerfen rudimentäre Stadtmodelle und ein Höhenschichtenmodell von Hawaii.

 

 

Die drei Stunden vergehen wie im Flug und am Ende überwiegt die Euphorie nun endlich die eigenen geographischen Modelle zu erstellen. Die Fachschaft Geographie darf gespannt auf die Ergebnisse sein.

 M. Bruchner

 

 

 

Besuch der Freizeit- und Touristikmesse 2019

Was sind die Trends? Wer sind die potenziellen Touristen?

 

Bericht vom Besuch der Freizeit- und Touristikmesse mit dem Q12 Geographiekurs am 01.03.2019

 

Die vom 27.01. bis zum 03.03.2019 stattfindende Messe zog insgesamt 104.900 Besucher zum Messezentrum Nürnberg. Mit Mottos wie „Erholung nah und fern“ und „Caravaning - Alles für die mobile Freizeit“ werden die Tourismus- und Freizeitabteilungen beworben, doch für wen eigentlich?

 

 

 

Dafür müssen wir einen Blick zugehörigen in die Abteilungen der Messe selber werfen. Zum Beispiel: was für Reiseziele werden hier eigentlich beworben?

 

 

Was direkt auffällt ist, dass ein hoher Prozentsatz der Messestände Inlandsreisen anbietet: die herrlichen Alpen, der sanfte Steigerwald oder das Fichtelgebirge. Besonders strukturschwache Regionen haben den Fremdenverkehr als wichtige Säule für Wirtschaft und Arbeitsmarkt erkannt. Etwa die Hälfte aller Anbieter sind auf inländischen oder Binnentourismus spezialisiert. Doch warum ist das so?

Ein kurzer Blick ins Internet genügt, um diesen Trend nachzuvollziehen, genauer gesagt auf eine Pressemitteilung aus Wiesbaden von 2017.Diese Beschreibt einen gewaltigen Zuwachs des Inlandtourismus mit folgender Verteilung:

 

Tatsächlich hat eine Studie des Wirtschaftsministeriums festgestellt, dass der deutsche Inlandstourismus signifikant an Bedeutung gewonnen hat. Anscheinend sind einige Deutsche nicht mehr gewillt auf Komfort wie deutsche Sprache, Internet und kurze Reisezeiten zu verzichten – und dies deckt sich auch mit einer Sparte in den Hallen, welche den meisten Platz einnahm: Der für mobiles Camping.

Es gab eine gewaltige Auswahl an Wohnmobilen und Wohnwägen. Von Preisen von 5.000 bis über 100.000 war alles dabei, was das Dauercamperherz begehrt, und apropos Dauercamper...

In letzter Zeit ist die Zahl der Dauercamper auch stark angestiegen. Viele haben einfach keine Lust mehr, sich jedes Jahr einen neuen Campingplatz auszusuchen, und suchen sich einen aus, um dort ein Stück Fläche zu erhalten und sie jedes Jahr aufs Neue mit einem Wohnwagen oder Wohnmobil zu besiedeln. Tatsächlich konnten wir dies in unserer Familie auch schon feststellen, beim letzten Italienurlaub war ein großer Teil des Campingplatzes unbenutzt und ein Mitarbeiter hat uns erzählt, dass dies ein Problem darstellt, denn Touristen, die nicht da sind, spülen ja auch anderweitig kein Geld in die Kassen.

Alles schön und gut, aber wieso ist das alles so? Warum wird Komfort im Urlaub immer wichtiger im Gegensatz zu dem Erleben?

Ein Faktor ist die immer älter werdende Gesellschaft. Diese ist mit wachsendem Alter logischerweise eher auf Komfort aus als auf das Erleben, und wenn man dazu ein eigenes Wohnmobil oder einen Wohnwagen hat, wird alles noch wohnlicher, und auf Luxus muss erst gar nicht verzichtet werden.

Dass ältere, zahlungskräftige Leute mehr und mehr die Zielgruppe für Tourismus werden, sieht man auch an den anderen Messeangeboten, die zu sich hinlocken: Sportvereine mit Ü-50- Angeboten und Fahrradhändler mit einer großen E-Bike Auswahl sind nur zwei davon, oder gleich der Rentnerkreis der CSU, welcher auf der Messe sehr dazu bereit war, mit uns über die Digitalisierung zu diskutieren.

Was hat mir persönlich als junger Mensch denn gefehlt, wenn ich behaupte, dass wenig für unsere Zielgruppe dabei war? Erstmal mehr Auslandsreisen. Vor allem nach dem Abitur ist die Option, für eine Woche in ein anderes Land zu reisen sehr verlockend, und da sprechen mich Inlandsreisen nicht besonders an. Dazu: sehr wenig zur Einbindung von digitalen Medien – obwohl diese doch das Reisen gerade revolutionieren. Pfad – Apps extra für Motorräder, Einbindung von  Augmented Reality zur Visualisierung von Attraktionen oder Guides, wie die Wallfahrt App für die alle 4 Jahre stattfindende Rom-Wallfahrt?

 Philipp Deppisch, Thomas Gauckler

 

 

 

Herbstexkursion der bayrischen Schulgeographen ins fränkische Seenland am 06. Oktober 2018

 

Um 08:30 Uhr trafen wir – sieben Schülerinnen und Schüler aus den Oberstufenkursen Geographie - uns an einem Samstag mit Herrn Gauckler am Nürnberger Hauptbahnhof, um der Herbstexkursion des Verbands Deutscher Schulgeographen (LV Bayern) zum Thema „Vielfalt des Fränkischen Seenlandes“ beizuwohnen. Nach der kurzen Bahnfahrt nach Pleinfeld spazierten wir vom dortigen Bahnhof aus in den Ortskern, wo wir auf den Rest der Teilnehmer (ca. 10 weitere Geographielehrer aus ganz Bayern) und einen Bus warteten. Die Begeisterung bei den Erwachsenen war groß, dass tatsächlich sieben SchülerInnen mitfuhren.

Der erste Halt war das Informationszentrum Mandlesmühle, eine der wenigen verbleibenden Mühlen um den Brombachsee, die die Ausstellung „Das Fränkische Seenland – Wasser für Franken“ anbietet. Dort bekamen wir einen kurzen Vortrag durch eine eigens für uns angereiste Mitarbeiterin. Die auf zwei Stockwerke verteilte, interaktive Ausstellung informierte mit Filmen, Grafiken, Bildern und leuchtenden Karten über die Entstehung des fränkischen Seenlandes in den 70er Jahren und die anfänglichen Proteste gegen dieses Vorhaben aufgrund des Naturschutzes. Über die Auswirkungen auf die Regionen um und im fränkischen Seenland (z.B. Hochwasserregulation im Altmühltal) wurde ebenso informiert, wie über die Funktion der Seen: Einerseits dienen sie als Tourismus- und (Nah-)Erholungsgebiet, andererseits als Wasserspeicher für den wasserarmen Norden Bayerns. Wir erfuhren, dass der Brombachsee im vergangenen Sommer um circa 11 cm (70 Badewannen pro Sekunde) abgelassen werden musste, um eine ausreichende Wasserversorgung für den Main-Donau-Kanal sowie das Knoblauchsland in Nürnberg sicherzustellen, da eine anherrschende Trockenheit bestand.

Danach folgte eine kurze Busfahrt in die Gemeinde Absberg, wo uns der dortige zweite Bürgermeister mit einem Vortrag über die Entwicklung der Gemeinde von einer Agrargemeinde zum Erholungsort erwartete. Der Vortrag wurde durch eine kurze Begehung des Ortes ergänzt. Interessant zu erfahren war, dass der Tourismus dort saisonal begrenzt ist und sich z.B. Einkaufsmöglichkeiten für Einheimische und Touristen im Ort auf einen durch Ehrenamtliche betriebenen Laden beschränkt, da sich große Ketten aufgrund eines zu hohen Risikos dort nicht ansiedeln wollen.

Anschließend wollten wir eigentlichen weiterfahren, doch leider hatte unser Mini-Bus eine Panne und er sprang nicht mehr an. Alle Versuche, ihn durch Anschieben anzuwerfen, scheiterten. Nun gab es zwei Möglichkeiten: Die hügeligen Straßenverläufe ausnutzen und den Bus auf einer 18%igen Steigung bergabwärts wortwörtlich ins Rollen bringen oder das Mittagessen vorziehen. Letzteres wurde umgesetzt.

Nach einer verlängerten Pause ging es mit einem reparierten Bus und gestärkten Geographie-Begeisterten weiter. Angekommen auf der Vogelinsel im Altmühlsee spazierten wir ein Stück durch den Naturpark, bei dem es sehr viel zu sehen gab. Die unterschiedlichsten Vogelarten, Biberspuren und andere Wassertiere konnten, v.a. von einer Aussichtsplattform, sehr gut beobachtet werden. Laut Angaben des LBV lebt dort sogar ganzjährig ein Adler-Pärchen, welches sich aber leider nicht zeigte.

Anschließend machten wir noch eine kurze Touri-Tour durch Gunzenhausen, die viele nochmal für einen Nachmittagssnack nutzten und bestiegen einen Wachturm.

Erschöpft aber voller neuem Wissen ging es zum letzten Halt der Exkursion, auf einen Hügel in Ramsberg mit einer super Aussicht auf den Brombachsee, seine Nachbarseen und Zuflüsse.

Hier endete die Reise durch das fränkische Seenland mit einem Gruppenfoto und interessanten Gesprächen mit anderen Lehrern aus anderen Schularten und verschiedensten Teilen Bayerns. Wir als Schülergruppe mit Herrn Gauckler, sozusagen als Vertretung der Schule, haben den lehrreichen Tag mit viel Freude verbracht und kamen somit zu einem Q11/Q12-Wandertag!

 

 

 

Biodiversität und Klimawandel in den Anden Ecuadors

 

 

 

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Wissenschaft und Bildung ins Leben gerufenen Projekts Wissenschaftsjahre – Wissenschaftler im Unterricht besuchte am 6.11.2017 der Klimaforscher Dr. Thorsten Peters von der FAU Erlangen unsere Schule und hielt in den Q11-Kursen einen Vortrag über seine Untersuchungen über Klimawandel und die Auswirkungen auf die Biodiversität in einer Andenregion im Süden Ecuadors. Durch die große Klimavariabilität auf engem Raum weist diese innertropische Region eine äußerst hohe Biodiversität auf, die jedoch durch die globale Erwärmung und die zunehmende ackerbauliche Nutzung stark im Abnehmen begriffen ist.

Dr. Peters zeigte anschaulich anhand seiner Messergebnisse, wie der fortschreitende Eintrag von Treibhausgase in die Atmosphäre auch hier einen Wandel und eine Verdrängung der Pflanzengesellschaften auslöst und belegte auch deutlich die anthropogenen Einflüsse auf den Klimawandel.

 

 

Geography of Europe

 

The 7m had a project called "Geography of Europe". After we have learned how plate tectonics work, why there are earthquakes and vulcanoes in certain places and what other kind of natural disaster exist, we started to work in different groups and prepared our own lessons. The lessons and presentations were something really interesting and some of us had lots of fun while preparing their lesson. We had all kinds of different topics, e.g. "Soil in Bavaria", "The midatlantic ridge in Iceland", "Vulcanoes in Itlay" or "Natural disasters in the Alps". The other pupils had the chance to take a look at our wall displays in front of the library.

(Julia Silberman)

 

 


Unsere Fachschaft

Im Schuljahr 2018/19

 


 

Grundwissen und Grundbegriffe

 

5. Jahrgangsstufe

Planeten: Himmelskörper, die um die Sonne kreisen

Atmosphäre: Lufthülle um die Erde, die das Leben ermöglicht

Gradnetz: Gitternetz aus Breitenkreisen und Längenkreisen (Meridianen)

Faltengebirge: Gebirge, das sich durch das Zusammenschieben von Gesteinsschichten auffaltet

Gletscher: Ströme aus Eis, die sich talwärts bewegen

Löss: feiner Gesteinsstaub, der vom Wind transportiert und abgelagert wird

Schichtstufenland: Landschaftsform mit leicht geneigten, treppenartig angeordneten Landflächen

Erosion: Abtragung der Erdoberfläche durch Wasser, Eis oder Wind

Sedimente: Gesteinsmaterial, das an Land und im Meer abgelagert wird

Gezeiten: regelmäßiges Schwanken des Meeresspiegels (Ebbe und Flut)

Intensivlandwirtschaft: durch hohen Arbeits- und Geldaufwand und Technikeinsatz gekennzeichnete Form der Landwirtschaft

City: Kern einer Großstadt mit hoher und dichter Bebauung, vorwiegend mit Geschäfts-, Büro- und Bankgebäuden

 

 

7. Jahrgangsstufe

Maritimes Klima (Kühle Sommer, milde Winter)

Kontinentales Klima (heiße Sommer, kalte Winter)

Temperaturamplitude (Differenz zwischen wärmstem – kältestem Monat)

Arid (trocken, Verdunstung größer als Niederschlag)

humid (feucht, Niederschlag größer als Verdunstung)

Steigungsregen (Niederschläge, die entstehen, wenn Luftmassen an der Luvseite von Gebirge zum Aufsteigen gezwungen werden)

Golfstrom (Meeresströmung, die warmes Wasser vom Golf von Mexico bis nach Nordeuropa bringt)

Tundra (baumlose Vegetation mit Flechten in Nordeuropa)

borealer Nadelwald (Nadelwald der nördlichen Breiten)

intensive Landwirtschaft (hoher Ertrag/Aufwand pro Hektar)

extensive Landwirtschaft (geringer Aufwand, rentabel nur bei sehr großer Fläche)

Sonderkulturen (intensive Pflege, hoher Arbeitsaufwand à aber hoher Ertrag)

Standortfaktor (Faktor, der die Ansiedelung eines Industriebetriebes begünstigt)

Aktivraum (Ballungsraum, hohes Einkommen, Zuwanderung)

Passivraum (geringes Einkommen, Arbeitslosigkeit, Abwanderung)

Als Grundfertigkeit: Erstellen und Auswerten von Klimadiagrammen

 

 

10. Jahrgangsstufe

Monsun: jahreszeitlich entgegen gesetzt wehender Wind in Indien

Kaste: stark abgegrenzte soziale Schicht in Indien

Tsunami: japanisch für durch ein untermeerisches Beben ausgelöste Flutwelle

Hurrikan: tropischer Wirbelsturm mir verheerender Wirkung, in Asien Taifun genannt

Tornado: kleinflächiger Wirbelsturm mit extrem hoher Windgeschwindigkeit und Zerstörungswirkung

Slum: heruntergekommenes, ehemals normales Stadtviertel

Intensiv-/Extensivlandwirtschaft: mit hohem/geringem Aufwand pro Flächeneinheit betriebene Landwirtschaft

Permafrostboden: Boden, der ganzjährig zumindest in der Tiefe gefroren bleibt

Segregation: räumliche Trennung verschiedener ethnischer Gruppen


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