Schach

Berlin, Berlin, wir waren in Berlin!

Bei der Deutschen Schulschach-Meisterschaft 2022 erreichte das Dürer-Team in der Wettkampfklasse IV einen starken zwölften Platz - und erlebte tolle Tage in Berlin.

Mittwoch: Dezimiert nach Berlin - Aufregung und Vorfreude in der Jugendherberge am Ostkreuz

Kurz vor der Abreise Richtung Berlin gab es einen Dämpfer für unser Team, das sich durch den zweiten Platz bei der - diesmal virtuell ausgetragenen - Bayerischen Meisterschaft für die „Deutsche“ qualifiziert hatte: Der an Brett 4 fest eingeplante Anton fiel wegen eines Corona-Falls kurzfristig aus. Da eine Absage der Reise nach all der Vorfreude aber nicht infrage kam, ging es zunächst mit nur drei Spielern in den ICE Richtung Hauptstadt. Der Beginn einer aufregenden Reise…

Ausgetragen wurden die Deutschen Schulschach-Meisterschaften der Wettkampfklassen II und IV (bis Jahrgang 2009) in der sehr modernen und großen Jugendherberge am Ostkreuz, in der alle der über 50 Mannschaften untergebracht waren. Das Anmelden und Einchecken dauerte da natürlich etwas länger. Irgendwann konnten Jonas, Jan und David aber Zimmer 323 beziehen. Wer in dem einen oberen Bett schlafen durfte, wurde kurzerhand per Schere-Stein-Papier ermittelt - wesentlich komplizierter gestaltete sich da schon das Bettenbeziehen. Nach dem ersten Jugendherbergsessen ließen die Jungs den Abend mit Tischtennis, Schach und Kartenspielen ausklingen. Die Mischung aus Aufregung und Vorfreude war allen deutlich anzumerken.

Donnerstag: Ersatz ist da - Starker Auftakt trotz knapper Niederlagen

Am Abend hatte uns die gute Nachricht ereilt, das noch ein Ersatzspieler gefunden werden konnte: Frederik reiste am Morgen mit seiner Mutter aus Nürnberg nach - und schaffte es tatsächlich, zum ersten Spiel um 10 Uhr gegen das Gymnasium an der Schweizer Allee aus Dortmund am Brett zu sitzen. Punktlandung! Zum Auftakt gab es für uns gegen den späteren Turnier-Dritten leider eine knappe 1,5:2,5-Niederlage. „Unfassbar glücklich für uns“, meinte der gegnerische Betreuer.

Im zweiten Spiel um 13.30 Uhr fuhren wir gegen das Johannes-Kepler-Gymnasium Reutlingen den ersten Sieg ein (3:1), das dritte Spiel ab 15.30 Uhr gegen das Carl-Friedrich-Gauß Gymnasium Frankfurt (Oder) stand auf des Messers Schneide. Am Ende verloren wir wieder knapp 1,5:2,5 - beim Schach entscheiden oft Kleinigkeiten. Jetzt hatten sich die Jungs erstmal ein Eis verdient, nach drei Partien rauchte ihnen ganz schön der Kopf. Abends hatten sie aber schon wieder Lust auf Schach und viel Spaß beim Tandem-Turnier.

Freitag: Müde Gesichter, starke Gegner und eine Unwetterwarnung

Wann das Licht in Zimmer 323 am Donnerstag aus ging, ist nicht bekannt. Nach der zweiten Nacht in der Jugendherberge sah das Team Dürer allerdings ganz schön übermüdet aus, als es zum Duell gegen das Theodor-Heuss-Gymnasium Freiburg am Brett Platz nahm. Doch der Schein trog: Zu Beginn des zweiten langen Tages fuhren wir ein 4:0 ein!

Der klare Sieg sorgte dafür, dass die Gegner im Schweizer System wieder stärker wurden. Gegen das Johanneum aus Hamburg erkämpften wir uns ein 2:2, gegen das Georg-Cantor-Gymnasium aus Halle waren wir erstmals chancenlos und verloren 0,5:3,5. Danach war die Stimmung erstmals ein wenig im Keller. Das passte zu den Wetteraussichten: Die eigentlich für den Freitag angesetzte Stadtführung durch Berlin wurde wegen einer Unwetterwarnung für den Nachmittag leider abgesagt.

Ein beeindruckender Teamgeist, ein kulinarischer Ausflug (Döner) und eine ausgiebige Rundlauf-Session an der Tischtennis-Platte sorgten dafür, dass die Laune sich schnell wieder besserte. Bis zum Blitzturnier am Abend war die Lust auf Schach schon wieder zurückgekehrt.

Samstag: Zwei Siege und eine tolle Tour durch Berlin

Am Samstag standen nur zwei Partien auf dem Programm - und die liefen für uns gegen die Grundschule Zepernick (4:0) und das Albert-Schweitzer-Gymnasium Gernsbach (3:1) ausgesprochen gut. Mit bester Laune gingen wir am freien Nachmittag auf Erkundungstour durch Berlin: Hauptbahnhof, Reichstag, Brandenburger Tor, Potsdamer Platz inklusive Eis im Sony Center und Fahrt im schnellsten Fahrstuhl Europas zum Panoramapunkt mit Blick über Berlin, Schloss Bellevue, Siegessäule und eine Currywurst zum Abschluss - es war für alle ein toller Nachmittag!

Sonntag: Ein Ergebnis, auf das alle stolz sein können

Was blieb, war ein letzter Showdown: Am Sonntag ging es gegen das Gymnasium Ulricianum Aurich. Ein Sieg hätte uns einen Top-10-Platz beschert. Doch es klappte leider nicht. Das Spiel ging 1:3 verloren, in der letzten Partie kassierte auch Jonas seine erste Niederlage an Brett 1, wodurch er eine Medaille in der Brettwertung knapp verpasste (Punktgleich Vierter nach „Buchholz“).

In der Abschlusstabelle der Deutschen Schulschach-Meisterschaften 2022 landeten wir auf Platz 12 von 25 und damit noch in der oberen Hälfte. Eine Leistung, auf die das ganze Team mächtig stolz sein kann. Das aufregenden Berlin-Abenteuer werden die Jungs sicher noch lange in Erinnerung behalten - nicht nur wegen des Schachs. Und im nächsten Jahr greifen wir wieder an!

 

 

Alle Runden & Abschlusstabelle: https://www.deutsche-schachjugend.de/2022/dsm-wk-4/

Unsere Teambilanz: https://www.deutsche-schachjugend.de/2022/dsm-wk-4/duerer-gymnasium-nuernberg/

 

 

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